N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Maniola jurtina jurtina (Linné, 1758)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

meadow brown
le myrtil
eigentliches Ochsenauge
Jurtina
la loba

Habitus:

Variabilität:
Die Art zeigt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus: Die sind deutlich kleiner als die und auf der Oberseite eintönig dunkelbraun, mit nur einem kleinen, schwach orange umrahmten Augenfleck auf der Vfl.-Oberseite (die besitzen auf Vfl.- und Hfl.-Oberseite ausgedehnte orange Flecken und eine größeren Augenfleck). Auch die Unterseite der Hfl. ist bei den viel kontrastreicher und lebhafter gezeichnet als bei den . Eine beträchtliche Variation besteht auch in der Größe der Tiere, welche an sehr trockenen Standorten (z.B. Karstlandschaft an der kroatischen Adriaküste) oft sehr klein sind.

Verbreitung:

Die Höhenverbreitung der ssp jurtina erstreckt sich in der collinen und montanen Zone von Meeresniveau bis gegen 1200 m Höhe.

Lebensweise:

Salzburg, Untersberggebiet, Großgmain, südlich Freilichtmuseum, 2002.07.19, ID HdN-1256 Burgenland, Günser Gebirge, Lockenhaus Umgebung, 2003.08.11, ID MK-2755 Das von der Unterseite: Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf Hochfeld, ID JG0010-3-1,30 : Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 1998.09.01, ID JG0010-4-2,75
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Das von der Unterseite: Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Dillach, Kapellen Wiesen, 1999.06.05, ID JG0010-6-2,46 : Steiermark, Umg.Frohnleiten, Zaglergraben, 1999.08.08, ID JG0010-8-2,31 : Steiermark, Umg.Frohnleiten, Zaglergraben, 1999.08.08, ID JG0010-8-2,32 : Steiermark, Umg.Frohnleiten, Zaglergraben, 2000.06.21, ID JG0010-JG,12-1,03
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: Steiermark, Kleingraben, 2001.05.23, ID JG0010-JG,16-1,09 2004.06.23, ID JG0010-JG,D01,129 : Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2004.08.20, ID JG0010-JG,D01,980 Deutschland, NRW, Rhön, 2008.07.20
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Die typische ssp. jurtina bewohnt in erster Linie Hochstaudenfluren und Wiesen aller Art, besonders wenn sich diese in Gebüsch- oder Waldnähe befinden. Sie findet sich aber auch in felsdurchsetztem, gebüschreichem Gelände, sowie, in geringer Anzahl auch in Gärten und Parks. Als Nektarquellen werden zwar verschiedene Pflanzen genutzt, bevorzugt werden aber Knautia- und Centaurea-Arten, sowie Eupatorium cannabinum, obwohl die Falter an diesen Pflanzen mit zahlreichen anderen tagaktiven Insekten in Konkurrenz stehen. Die Flugzeit erstreckt sich von Ende Mai bis Mitte September. Die erscheinen dabei einige Wochen früher als die .

Entwicklungsstadien:

     
Puppe: Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2002.06.25, ID JG0010-JG,18-2,59      
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Diagnose:

Die ssp. (f.?) hispulla, die in einem großen Teil Südeuropas vorkommt, ist deutlich größer als die Stammform, mit noch ausgedehnterer oranger Färbung. Übergänge zu Nominatform sind besonders im nördlichen Mediterraneum häufig. Maniola nurag aus Sardinien ist im Allgemeinen deutlich kleiner mit ebenfalls ausgedehnterer oranger Färbung (vor allem bei den ). Weitere ähnliche Arten kommen im östlichen Mittelmeerraum vor.

Wissenswertes:

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.01.18
Kurz Michael: 2007.08.10
Kurz Michael: 2008.12.08
nicht begutachtet