N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Eumedonia eumedon (Esper, 1780)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio eumedon Esper, 1790
Typenfundort: Deutschland, Erlangen
Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
Papilio chiron Rottemburg, 1775 (ungültiges Homonym)

Geranium Argus
Storchschnabelbläuling, Schwarzbrauner Bläuling

Habitus:

     
E. eumedon mylitta : Libanon      
Bild von: www.ebay.at: © galijotas
Detailansicht
     

Variabilität:
In tieferen Lagen und in Südeuropa sind die Tiere meist größer, die Zeichnung ist besser entwickelt, die Färbung der Unterseite mehr bräunlich. Die Postdiskalflecke der Vfl.-Unterseite sind bei den oft sehr klein oder fehlen auch ganz. Die Submarginalflecke der Hfl.-Oberseite sind in der Ausbildung variabel, bei den meist weitgehend fehlend. Der charakteristische weiße Streifen der Hfl.-Unterseite fehlt meist bei Faltern vom Parnaß (Griechenland).

Verbreitung:

Die Gesamtverbreitung erstreckt sich von Mittel- und Nordeuropa über die Türkei, den Ural, Tienshan und Altai bis in die Mongolei. Inselartige Vorkommen sind aus Nord- und Ostspanien, Südfrankreich, Mittelitalien bis Sizilien und vom südlichen Balkan bekannt. Die Höhenverbreitung erstreckt sich je nach der geographischen Breite von Meeresniveau bis gegen 2400 m, in Fennoskandien bis höchstens 1300 m.

Lebensweise:

Der Falter im Lebensraum: Vorarlberg, Rätikon, Lünersee, Douglashütte Umgebung, 2004.07.30 Vorarlberg, Rätikon, Lünersee, Douglashütte Umgebung, 2004.07.30 derselbe Falter: Vorarlberg, Rätikon, Lünersee, Douglashütte Umgebung, 2004.07.30 Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,720
Bild von: Kurz Michael
Detailansicht
Bild von: Kurz Michael
Detailansicht
Bild von: Kurz Michael
Detailansicht
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,729 Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,730 Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,738 Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,750
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,753 Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,755 Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,759 Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,765
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
     
Steiermark/Kärnten, Wimitzer B., Umg.Hüttenberg, Hörfeldmoor, 2004.07.30, ID JG0010-JG,D01,767      
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
     

Lebensraum sind sowohl trockene als auch feuchte, oft mit Gebüsch oder Bäumen durchsetzte, blütenreiche Wiesen und Hochstaudenfluren mit ausreichenden Beständen der Raupenfutterpflanzen. Die Imagines fliegen in einer Generation, je nach Höhenlage, von Mitte Mai bis Mitte August.

Entwicklungsstadien:

Ei:
Die Eiablage erfolgt an die Basis der Staubgefäße in den Blüten der Raupenfutterpflanzen.

Raupe:
Futterpflanzen der Raupen sind Geranium sangineum, Geranium sylvaticum, Geranium tuberosum, Geranium palustre, Geranium pratense und Geranium cinereum. Die Raupe frisst vor der Überwinterung nur an den unreifen Früchten, überwintert klein und frisst danach auch an den Blättern. Sie lebt in Symbiose mit Lasius alienus, sowie Myrmica- und Tapinoma-Arten.

Diagnose:

Der weiße Streifen auf der Hfl.-Unterseite unterscheidet die Art deutlich von sonst ähnlich gezeichneten Arten. Aricia artaxerxes montensis Verity, 1928 ist besonders den von A. eumedon sehr ähnlich, besitzt im Allgemeinen aber kräftiger entwickelte, orange Submarginalflecke auf Ober- und Unterseite.

Wissenswertes:

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.02.05
Kurz Michael: 2007.09.13
Kurz Michael: 2013.10.23
nicht begutachtet