N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Agrius convolvuli (Linné, 1758)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Convolvulus Hawk-moth, Convolvulus Hawk
Le Sphinx du liseron, le Sphinx à cornes de boeuf
Windenschwärmer, Windig
Esfinge de las enredadoras, Trompa larga

Verbreitung:

Die Art ist im Süden der paläarktischen Region und in der orientalischen, sowie äthiopischen Region weit verbreitet. Als kräftiger Weitwanderer dringt sie jedes Jahr auch weit in die nördliche Palärarktis vor, vermehrt sich hier und fliegt im Herbst wieder in den Süden zurück. In Europa überfliegt sie dabei nicht nur das Mittelmeer, sondern auch die höchsten Alpenpässe, obwohl die Tiere sonst eher Bewohner der planaren bis montanen Zone sind. In günstigen Jahren erreicht sie sogar Island.

Lebensweise:

Salzburg, Tennengau, Hoher Göll, Rossfeldstraße am Ahornbüchsenkopf, 2003.08.01, ID HdN-1981 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, ID JG0010-4-1,37 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, ID JG0010-4-1,53 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 1992.08.01, ID JG0010-Fk,72
Bild von: Kurz Michael
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Bild von: © Gillmann Johannes
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Steiermark, Mittelst.B., Umg.Mixnitz, Tyrnauer Alm, 2000.08.21, ID JG0010-JG,14-1,75      
Bild von: © Gillmann Johannes
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Als kräftige Flieger sind die Tiere nur wenig an einen bestimten Lebensraumtyp gebunden. Die erwachsenen Tiere benötigen nektarreiche Blüten um ihren hohen Energiebebedarf zu decken. Hierzu suchen sie nach Einbruch der Dämmerung in erster Linie röhren- und trichterförmige Blüten auf und kommen dabei auch gerne in Gärten und zu Balkonblumen. Der Wanderflug erfolgt auch später in der Nacht. Nördlich der Alpen treffen die ersten Zuwanderer meist im Mai ein, ab Juli fliegen dann bereits die ersten Nachkommen, zu denen sich weitere Zuwanderer gesellen. Die Rückwanderung in den Süden erfolgt meist erst im September und Oktober.

Entwicklungsstadien:

     
Steiermark, Kleingraben, 2003.09.28, ID JG0010-JG,20-1,20      
Bild von: © Gillmann Johannes
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Diagnose:

In der Westpaläarktis ist die Art durch ihre Größe, die Zeichnung der grauen Flügel und die ziegelroten bis rosafarbigen Flecken auf dem Hinterleib unverwechselbar. Es gibt aber weitere ähnliche Arten in tropischen Ländern, wie z.B. Agrius cingulata (Fabricius, 1775) aus Südamerika. Letztere unterscheidet sich vor allem durch die rosarote Basis der Hfl., welche bei A. convolvuli grau wie der gesamte restliche Hfl. ist.

Wissenswertes:

Quellen:

Rougeot, P.C & P. Viette (1983): Die Nachtfalter Europas und Nordafrikas, I.Schwärmer und Spinner (1. Teil); übersetzt und bearbeitet von R.U. Rösler, Verlag Erich Bauer, Keltern

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.02.07
Kurz Michael: 2007.08.23
nicht begutachtet