N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Megalophanes viciella ([Denis & Schiff.], 1775)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

hellbrauner Moor-Sackträger

Verbreitung:

Die genaue Verbreitung der Art ist zur Zeit nicht bekannt. Viele Angaben beruhen auf Sackfunden und damit auch auf Verwechslungen mit ähnlichen Arten. Gesicherte Vorkommen gibt es im nördlichen Alpenvorland bis zum Alpenrand (hier nur sehr lokal) und entlang des Donautales bis in die Wienergegend (Typenfundort). Vermutlich ist die Art von hier aus auch im gesamten pannonischen Raum verbreitet, doch liegen aus Ungarn auch fragliche Angaben über Megalophanes viadrina (Staudinger, 1871) vor. Dasselbe gilt für Funde aus Slowenien und vom Balkan, aber auch die Verbreitungsgrenze im Flachland des nördlichen Mitteleuropa und damit die Abgrenzung gegenüber Megalophanes viadrina stettinensis (Hering, 1946) ist unklar. In der Schweiz fehlt die Art (Hättenschwiler). Funde aus dem Alpengebiet oberhalb 1000 m dürften ausnahmslos zu Megalophanes turatii (Staudinger, 1877) gehören. Die Höhenverbreitung von M. viciella ist demnach vermutlich auf die planare und colline Stufe beschränkt.

Lebensweise:

Lebensraum der Art sind kurzrasige, magere Wiesen, und zwar sowohl Feuchtwiesen und Flachmoore, aber auch Trocken- und Steppenrasen. Die fliegen Ende Juni und Juli.

Entwicklungsstadien:

     
Erwachsene Raupe im Sack: Salzburg, Untersberggebiet, Grödig, Fürstenbrunn Umgebung, 2007.04.15      
Bild von: Kurz Michael
Detailansicht
     

Diagnose:

Die sind von den anderen mitteleuropäischen Megalophanes-Arten durch die bedeutendere Größe und die heller rötlichbraune Färbung zu unterscheiden.

Die Säcke der Megalophanes-Arten sind von den ähnlichen Phalacropterix-Säcken durch das Fehlen des Gespinstes an der Außenseite und die meist feinere Bauweise zu unterscheiden, untereinander aber sehr ähnlich. Die Säcke von M. viadrina sind, entsprechend der geringeren Größe der Falter, ein wenig kleiner als jene von M. viciella, ein Merkmal, das allerdings nur im direkten Vergleich und nur an ausgewachsenen Säcken sicher diagnostizierbar ist.

Wissenswertes:

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.02.23
Kurz Michael: 2007.08.31
Kurz Michael: 2011.07.31
nicht begutachtet