N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Micropterix aruncella (Scopoli, 1763)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Phalaena aruncella Scopoli, 1763, Ent.Carn.: 254
Typenfundort: Slowenien, Krain
Typus: vernichtet

Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
Tinea seppella Fabricius, 1777, Gen.Ins.: 296
Tinea podevinella Hübner, [1810-1813], Samml.eur.Schmett., 8, pl.50, fig.342
Lampronia concinnella Stephens, 1834, Ill.Br.Ent. (Haust.), 4: 361
Micropteryx eximiella Zeller, 1850, Stettin.ent.Ztg., 11: 62
Micropteryx atricapilla Wocke, 1877, Zeitschr.Ent.Bresl.; p.52
Micropteryx nuraghella Amsel, 1936, ; Veröff. Dt. Kol. u. Üb. Mus., Bd. 1, Hft. 3, p. 364

Habitus:

: Österreich, Salzburg, Thalgau, 1989.05.18, coll. Kurz f. atricapilla Wocke: Italien, Friaul, Tarvis Umgebung, Cave del Predil, 900 m, 1996.06.15, coll. Kurz f. nuraghella Amsel: Griechenland, Mt. Olympos, Kataphyg. [Schutzhütte A], 2000 m, 1962.06.28, leg. Josef Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München forma ?, ssp.n. ?: Italien, Abruzzo, Gran Sasso d´Italia, Campo Imperatore, Castel del Monte, 1993.05.24, coll. Kurz
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forma ?, ssp.n.?: Italien, Abruzzo, Montagna della Maiella, 1982.07.13, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM) : Österreich, Salzburg, Thalgau, 1989.05.18, coll. Kurz f. atricapilla Wocke: Italien, Friaul, Tarvis Umgebung, Cave del Predil, 900 m, 1996.06.15, coll. Kurz forma ?, ssp.n. ?: Italien, Abruzzo, Montagna della Maiella, 1982.07.13, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM)
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Schema der Flügelzeichnung:

Beschreibung:
(untersucht: 90 , 71 )
Vfl.-Länge: 2,6 - 3,6 mm; 2,6 - 4,0 mm
Spannweite: 5,5 - 7,6 mm; 5,3 - 8,4 mm

Kopf schwarzbraun, Kopfhaare schmutzigweiß bis rostgelb, selten auch bräunlichgolden bis schwärzlich (f. atricapilla Wocke); Fühler dunkelbraun, rötlichgolden glänzend, beim fast 4/5, beim knapp über 1/2;
Thorax bronzegolden bis kupfrig, caudal oft purpurn; Tegulae purpurn bis bläulich; Vfl. golden bis bronzegolden, mit mehr oder weniger starker, gelegentlich fehlender rötlicher Tönung; die Basis an der Costa meist deutlich purpurn, teilweise mit einzelnen bläulichen Schuppen gemischt, die purpurne Bestäubung gelegentlich entlang der Costa bis über 1/4 reichend, gelegentlich auch fast fehlend; die Flügelspitze meist etwas stärker rötlich; die meist ohne sonstige Zeichnung, die zusätzlich mit unscharf begrenzter, silberweißer Zeichnung: Eine schmale, die Costa meist nicht erreichende Binde bis knapp über die Flügelmitte bei fast 1/4 (stark nach innen geneigt und gelegentlich zu einem kleinen Fleck reduziert); eine schmale, ziemlich gerade Binde, meist über die gesamte Flügelbreite bei 1/2; gelegentlich ein weiterer, kleiner, rundlicher Fleck bei 3/4 in der oberen Flügelhälfte (f. seppella Fabricius); Fransen hellgolden, meist leicht purpurn getönt; Hfl. golden bis bronzegolden, vor allem apikal mehr oder weniger stark purpurn getönt; Fransen hellgolden mit rötlichem Schimmer; Beine und Abdomen braun, goldglänzend.

Variabilität:
Die Art weist einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf und gehört auch sonst zu den variabelsten der Gattung. Neben den in der Beschreibung bereits erwähnten Formen atricapilla Wck. (besonders in der montanen Stufe der Alpen häufig) und seppella F. wurden auch ein und ein mit auffallend intensiver rötlicher Bestäubung der Vfl., sowie ein gefunden, das sich durch hellgoldene Vorder- und Hinterflügel (mit auch an der Basis der Costa und den Tegulae weitgehend reduzierter rötlicher Bestäubung) auszeichnete und damit einer Micropterix isobasella Staudinger, 1871 sehr ähnlich sah. Tiere aus den Abruzzen weisen auch im -Geschlecht Ansätze einer silberweißen Zeichnung auf. Solche aus den Montagna della Maiella besitzen auf rötlich bronzegoldenem Grund eine fast vollständige, gut begrenzte silberweiße Zeichnung in beiden Geschlechtern und sind damit habituell von Micropterix italica Heath, 1981, Micropterix renatae Kurz, Kurz & Zeller, 1997 oder Micropterix erctella Walsingham, 1919 kaum zu unterscheiden. Auf Grund ihrer Genitalmorphologie gehören sie aber ebenfalls zu aruncella. Bei den treten gelegentlich auch zeichnungslose Formen auf (f. nuraghella Ams.). Die Formen atricapilla Wcke. und nuraghella Ams., sowie die mittelitalienischen Tiere können eventuell als eigene Subspecies aufgefasst werden.
Ein auffällig kleines Weibchen mit einer Flügelspannweite von 5,3mm (ohne Fransen, da stark abgeflogen) aus Viggianello am Monte Pollino in Basilicata (Süditalien).

Verbreitung:

Nach Heath (1983) und Meeß in Spuler (1910) ist die Art in Europa mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, nördlich bis Schweden und Finnland, östlich bis Russland verbreitet. Karsholt & Razowski (1996) melden die Art für ganz Europa mit Ausnahme von Portugal, Sizilien, Malta, Island, Rumänien, Albanien, Bulgarien, Kreta und den europäischen Teil der Türkei.

Lebensweise:

An der oberen Verbreitungsgrenze lebt aruncella im Latschenkrummholz: Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maieletta, 1930 m, 2005.07.05 An einer einzelnen Blüte von Rosa pendulina fanden sich hier neben M. aruncella noch M. aureoviridella und M. aureatella: Vorarlberg, Brandnertal, Böser Tritt, 1700 m, 2004.07.30 ohne Daten ohne Daten
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Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2001.05.24 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2004.05.31 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2004.05.31 Osttirol, Lienzer Dolomiten, Lavant, Kienbichl, 2004.06.10
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Vorarlberg, Bregenzer Wald, Bezau Umgebung, Sienspitze, obere Hinteregg-Alpe, auf Plantago media, 2004.08.10 Vorarlberg, Bregenzer Wald, Bezau Umgebung, Sienspitze, obere Hinteregg-Alpe, auf Plantago media, 2004.08.10 Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maielletta Umgebung, auf Pinus mugo mugo, 2005.07.05 Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maielletta Umgebung, auf Pinus mugo mugo, 2005.07.05
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Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maielletta Umgebung, auf Pinus mugo mugo, 2005.07.05      
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M. aruncella Sc. ist ein Wiesenfalter, der geschlossenen Wäldern fehlt. Bevorzugt werden nach den bisherigen Funden eher trockene, teils verbuschte, extensiv bewirtschaftete Wiesen, wo die Tiere oft zahlreich an kurzrasigen, blühenden Gräsern, aber auch an anderen Blüten (siehe Heath, 1960 a) zu finden sind. Im Wald findet sich die Art nur an sehr lichten, eher trockenen Stellen, die mit Gras bewachsen sind. Im Gebirge kommt arunella auch in der Krummholzzone vor und wurde hier beispielsweise um blühende Alpenrosen und Latschenkiefern gefunden. Die Art kommt von der Ebene bis über 2000 m Höhe vor und fliegt in einer Generation, je nach Höhenlage, von Mai bis August.
Bisher konnte die Art Pollen fressend auf Rosa pendulina, Ginster, Holunder, Brennessel und diversen Gräser, sowie Latschenkiefer gefunden werden.

Entwicklungsstadien:

Nach Heath (1962) und Heath (1983) ist das Ei oval, 400 - 430 µm lang und 310 - 350 µm breit, mit stäbchenartigen Strukturen bis 60 µm Länge. Es ist durchscheinend weiß und verfärbt sich kurz vor dem Schlüpfen der Raupe grau.

Die Raupe wurde von Knäuelgras (Dactylis) angegeben, wo sie vermutlich an verrottenden Teilen lebt (Luff, 1964) nach Heath´, 1983), die Puppe ruht in einem robusten Seidenkokon.

Anatomie:

, Cuticula, schematisiert -Genitalapparat, Präp.-Nr. 201 Ch.Zeller: Lombardia, Bergamo, Morbegno, 2003.07.06, leg. Hausenblas & Zeller, coll. Christof Zeller -Genitalapparat, Präp.-Nr. 780 M.Kurz: Vorarlberg, Bregenzer Wald, Mellau Umgebung, Weg auf die Hangspitze, 2004.08.07, coll. Michael Kurz -Genitalapparat, Präp.-Nr. 886 M. Kurz: Griechenland, Mt. Olympos, Kataphyg. [Schutzhütte A], 2000 m, 1962.06.28, leg. Klimesch Josef, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München
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-Genitalapparat, Präp.-Nr. 287, M.Kurz: "Schlierbach; m[itte] 5.1892; Hauder", coll. Oberösterreichische Landessammlung, Linz , Cuticula, schematisiert -Genitalapparat, Präp.-Nr. 809, M.Kurz, Kalilaugenpräparat: Slowenien, Karst, Wippachtal, Nanos, 600 m, 1998.05.25, leg. Helmut Deutsch, coll. Michael Kurz -Genitalapparat: Dasselbe Präparat als Dauerpräparat
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-Genitalapparat, Kalilaugenpräparat, Präp.-Nr. 757, M.Kurz: Liguria, Pieve di Teco Umgebung, Monesi, 1600 m, 1996.07.10, leg. Jan Liska, coll. Jan Liska Dasselbe Präparat als Dauerpräparat -Genitalapparat, Präp.-Nr. 270, M.Kurz: "Gaisberg; 1280 m; 12.VIII.1965; Salzburg; Austria; leg. Fr. Mairhuber", coll. Haus der Natur, Salzburg -Genitalapparat, Präp.-Nr. 521, M.Kurz: "Italia; centr.; Montagna d.; Maiella 2000 m; 13.7.1982; Klimesch", coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München
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Beschreibung:
(untersucht: 4 , 7 )

:
Cuticula:
2. Segment gattungstypisch; Tergite 3 - 8 mit stark modifizierten cephalen Rändern, 8. Tergit etwas reduziert; Sternite 3 - 6 ohne auffallende Sonderbildungen; 7. Sternit vor allem in der Mitte etwas verschmälert, Tergite 6 - 8 und 7. Sternit am cepahlen Rand, Sternite 3 - 5 (3 nur gering ausgebildet) am caudalen Rand mit einer stärker chitinisierten Querleiste; die seitlichen Ränder der einzelnen Sklerite nicht glatt, sondern leicht fransig.
Genitalapparat:
Uncus lang und schmal, am Ende leicht verbreitert; Tegumen schmal, am unteren Ende in beiderseits je einen langen, am Ende breit beilförmigen, schwach sklerotisierten (vor allem an der Vorderkante) Anhang übergehend; dieser an der Unterkante mit einigen kurzen Borsten; akzessorische Klammerorgane innerhalb dieser Lappen und unterhalb deren Ansatzes, klein, pantoffelförmig; das distale Ende der akzessorischen Klammerorgane an der Innenseite oben mit 4 - 5 kurzen, leicht gebogenen, am Ende zum Teil mehrfach gespaltenen Stacheln, an der Unterkante mit meist 10 langen, geraden, am Ende gebogenen Stacheln; im Mittelteil der akzessorischen Klammerorgane an der Innenseite einige kurze Borsten; Valven gedrungen, jenseits der Mitte stark verschmälert, das distale Viertel löffelförmig und leicht nach oben gebogen; an ihrer Innenseite postbasal ein längliches Borstenfeld, an ihrem distalen Ende mit einer Reihe längerer Borsten, sowie 2 - 3 unregelmäßigen Reihen kürzerer, gerader Stacheln.

:
Cuticula:
2. Segment gattungstypisch; Tergite 3 - 7 mit leicht modifizierten kopfwärtigen Rändern; 8. Tergit in der Mitte leicht verschmälert; 4. Sternit mit verlängerten cephalen Ecken, die übrigen Sternite bis zum 8. Segment ohne Sonderbildungen, die Sternite 3 - 6 (6 nur gering ausgebildet) aber mit einer stärker chitinisierten Querleiste am caudalen Rand; die seitlichen Rändern aller Sklerite bis zum 8. Segment stark fransig; 9. Tergit fehlend; 9. Sternit nur mäßig sklerotisiert, zu zwei annähernd halbmondförmigen Chitinplatten reduziert, die in der Mitte durch einen schwächer sklerotisierten, schmalen Steg verbunden sind. Dieses Sternit, gemeinsam mit dem Receptaculum seminis und den Analpapillen, ist charakteristisch für diese Art. Das Merkmal ist bei den mittelitalienischen Tieren aber nicht deutlich ausgebildet.
Genitalapparat:
Analpapillen mit bandförmiger, im Mittelteil verbreiterter Sklerotisierung; Receptaculum seminis sehr lang und schmal, am schmälsten oberhalb der Mitte; die untere Hälfte ist etwas stärker erweitert; Receptaculum seminis auf der gesamten Länge deutlich quergestreift, am unteren Ende ein dünner Fortsatz.

Diagnose:

: Austria, Salzburg, Thalgau, 1989.05.18, coll. Michael Kurz forma ?, ssp.n. ?: Italien, Abruzzo, Montagna della Maiella, 1982.07.13, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM) M. italica : Italien, Apulien, Val d´Ofanto, 1966.05.02-04, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM) M. renatae ALLOTYPUS: Toscana, Alpi Apuane, Castelnuovo di Garfagnana, 1993.05.14, coll. Michael Kurz
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M. erctella : Sicilia, Nordküste, Cefalù, 1982.04.22, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München M. fenestrellensis : Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1600 m, 2002.07.25, leg. Renate Hausenblas und Christof Zeller, coll. Christof Zeller M. corcyrella corcyrella : Macedonia, Treska-Schlucht, 1959.04, leg. Klimsch, coll. Michael Kurz M. aureoviridella : Salzburg, Pongau, Hochkönig, Kaserfeld-Mandlwand, 1750 m, 1994.07.02, coll. Michael Kurz
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M. aruncella : Austria, Salzburg, Thalgau, 1989.05.18, coll. Michael Kurz M. calthella : Toscana, Pisa Umgebung, Laura, Lorenzana, 1995.05.07, coll. Michael Kurz M. isobasella : Valais, Zwischbergental, 1650 m, 2002.07.23, leg. Renate Hausenblas und Christof Zeller, coll. Christof Zeller M. sicanella f. obsoleta : Sicilia, Nordküste, Cefalù, 1982.04.17, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München
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M. paykullella (zeichnungslose Form): France, Alpes Maritimes, Marguareis, 2000.07.22, leg. Renate Hausenblas and Christof Zeller, coll. Christof Zeller M. corcyrella cephaloniensis PARATYPUS: Griechenland, Ionische Inseln, Cephalonia, zwischen Sparthi und Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S. Jr., coll. Michael Kurz M. mansuetella : Bavaria, Oberbayern, Wolfratshausen, Königsdorfer Moor, 2002.05.10, leg. Grünewald, coll. Grünewald M. myrtetella f. idae: Griechenland, Peloponnes, Monemvasia, 370m, 2005.05.06, leg. Embacher & Zeller, coll. Christof Zeller
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M. aruncella, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 201 Ch.Zeller: Lombardia, Bergamo, Morbegno, 2003.07.06, leg. Hausenblas & Zeller, coll. Christof Zeller M. italica -Genitalapparat, Präp.-Nr. 1020, M. Kurz: Basilicata, Lucano, Viggianello, 900 m, 2000.06.07, leg. Christof Zeller, coll. Michael Kurz M. renatae HOLOTYPUS, Präp.-Nr. 628, M.Kurz: Toscana, Alpi Apuane, Castelnuovo di Garfagnana, 1993.05.14, leg. Hausenblas/Zeller/Kurz, coll. Michael Kurz M. erctella f. uxoria -Genitalapparat, Präp.-Nr. 946, M. Kurz: Sicilia, Mistretta, 900 m, 1952.06.11, leg. J. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM)
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M. corcyrella, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 482, M.Kurz: Macedonia, Skopje, Treska Schlucht, 1959.04, leg. J.Klimsch, coll. Michael Kurz M. aureoviridella -Genitalapparat, Präp.-Nr. 778, M.Kurz: Salzburg, Hohe Tauern, Habachtal, Gasthaus Enzian, 2004.07.17, coll. Michael Kurz M. calthella , Präp.-Nr. 387, M.Kurz: Salzburg, Flachgau, Thalgau, Thalgauegg, Fundort 8/120, 1987.05.17, leg. Zeller/Kurz, coll. Michael Kurz
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M. isobasella , Präp.-Nr. 805 M.Kurz: Valais, Zwischbergental, 1650 m 2002.07.23, leg. Renatae Hausenblas, Christof Zeller, coll. Michael Kurz M. sicanella -Genitalapparat, Präp.-Nr. 949, M. Kurz: Sicilia, Taormina, 1971.04.10, leg. Kusdas Karl, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM) M. paykullella -Genitalapparat, (zeichnungslose Form), Präp.-Nr. 741, M.Kurz: France, Alpes Maritimes, Marguareis, Fundort 1, 2000.07.22, leg. Hausenblas und Zeller, coll. Michael Kurz M. mansuetella -Genitalapparat, Präp.-Nr. 788, M.Kurz: Bavaria, Oberpfalz, Regensburg, Bodenwöhr, 2003.05.18, leg. Renate Hausenblas, Christof Zeller, coll. Michael Kurz
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M. myrtetella, typische Form, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 754, M.Kurz: Kroatien, Kvarneric Inseln, Krk, Baska, 2002.04.30, leg. Jan Liska, coll. Jan Liska M. aruncella, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 809, M.Kurz: Slowenien, Karst, Wippachtal, Nanos, 600 m, 1998.05.25, leg. Helmut Deutsch, coll. Michael Kurz M. italica -Genitalapparat, Präp.-Nr. 763, M. Kurz: Basilicata, Lucano, Vulture, Val d´Ofanto, 1966.05.03, leg. Josef Klimesch, coll. Michael Kurz M. renatae -Genitalapparat, Präp.-Nr. 1018, M. Kurz: Italia, Emilia Romagna, Bologna, Ravonna, 1949.05.24 ± 2 d, leg. J. Klimesch, in coll. ZSM, Munich
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M. erctella f. uxoria -Genitalapparat, Präp.-Nr. 947, M. Kurz: Sicilia, Mistretta, 900 m, 1952.06.11, leg. J. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM) M. fenestrellensis -Genitalapparat, Präp.-Nr. 817, M.Kurz: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1500 m, 2002.07.26, leg. Hausenblas/Zeller, coll. Christof Zeller M. corcyrella cephaloniensis, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 753 M.Kurz: PARATYPUS, Griechenland, Ionische Inseln, Cephalonia, zwischen Sparthi undnd Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S., Jr., coll. Michael Kurz M. aureoviridella -Genitalapparat, Präp.-Nr. 810, M.Kurz: Osttirol, Glocknergruppe, Kals, Moar Alm, 1800 - 2000 m, 2002.06.27, leg. Helmut Deutsch, coll. Michael Kurz
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M. calthella -Genitalapparat, Präp.-Nr. 961, M. Kurz: Salzburg, Flachgau, Thalgau, Stilles Tal, 1987.05.29, leg. Zeller/Kurz, coll. Michael Kurz M. sicanella f. obsoleta -Genitalapparat, Präp.-Nr. 948, M. Kurz: Sicilia, Nordküste, Cefalù, 1982.04.17, leg. J. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München (ZSM) M. paykullella -Genitalapparat, Präp.-Nr. 811, M.Kurz: Piemonte, Provinz Cuneo, Bersezio, 1973.07.21, leg. J.Klimesch, coll. Michael Kurz
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M. mansuetella -Genitalapparat, Präp.-Nr. 760 M.Kurz: ohne Daten, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München M. myrtetella, f. idae, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 815, M.Kurz: Griechenland, Peloponnes, Taygetos, Kastanea, 1999.05.24, leg. Puchmayr & Kurz, coll. Michael Kurz    
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Stark rötlich bestäubte könnten in Mitteleuropa mit Micropterix aureoviridella (Höfner, 1898) verwechselt werden, unterscheiden sich aber durch das Fehlen einer goldenen Innenrandsbestäubung und schmälere, mehr silberne Binden. Zur Unterscheidung von den mediterranen Arten M. corcyrella Walsingham, 1919, Micropterix erctella Walsingham, 1919, Micropterix ialica Heath, 1981 und Micropterix renatae Kurz, Kurz & Zeller, 1997 ist es empfehlenswert, eine Genitaluntersuchung durchzuführen, obwohl die letztgenannten Arten meist intensiver rötlich sind und eine deutlicher begrenzte, silberweiße Zeichnung aufweisen. Die unterscheiden sich von den übrigen zeichnungslosen Arten am besten durch die Purpurbestäubung an der Vfl.-Basis, die nur im Bereich der Costa vorhanden ist. Bei Micropterix calthella Linné, 1761 reicht sie bis zum Innenrand, während sie bei Micropterix isobasella Staudinger, 1871 und Micropterix sicanella Zeller, 1847 f. obsoleta Heath meist fast völlig fehlt. Auch bei der im Jahr 2000 von Zeller Christof (in litt.) in den Meeralpen entdeckten, zeichnungslosen Form von Micropterix paykullella (Fabricius, 1794) ist die purpurne Bestäubung der Vfl.-Basis nur sehr schwach ausgeprägt. Nahezu zeichnungslose Exemplare von Micropterix mansuetella Zeller, 1844 sind am ehesten an der schwarzen Kopfbehaarung zu erkennen, doch versagt dieses Merkmal gegenüber der f. atricapilla Wocke. Allerdings scheinen mansuetella und aruncella verschiedene Biotopansprüche aufzuweisen: M. mansuetella Z. scheint bevorzugt Hochmoore zu besiedeln (Klimesch, pers. Mitteilung), während wir aruncella bisher vor allem auf sonnigen, trockenen Magerwiesen fanden. In der spanischen Sierra Nevada und in Nordafrika, wo weitere ähnliche Arten vorkommen, wurde aruncella bisher noch nicht gefunden.

Bei den oben genannten mediterranen Arten haben auch die Weibchen eine silberweiße Zeichnung auf rötlichem Grund, entsprechend schwierig ist die Unterscheidung derart gezeichneter aruncella-. Durch Genitaluntersuchung kann M. aruncella Sc. aber in beiden Geschlechtern normalerweise gut erkannt werden.

Wissenswertes:

Quellen:

Amsel, H.G. (1936): Zur Kenntnis der Kleinschmetterlingsfauna Sardiniens; Veröff. Dt. Kol. u. Üb. Mus., Bd. 1, Hft. 3, p. 364 - 365, 368, Taf. 15
Heath, J. (1960 a): The food plants of adult Micropterygids (Lep.); The Entomologist´s Monthly Magazine, Vol. XCV, p. 188
Heath, J. (1962): The eggs of Micropteryx (Lep., Micropterygidae), Entomologist´s mon. Mag. 97: 179 - 180
Heath, J. (1983): The moths and butterflies of Great Britain and Ireland, Vol. I: Micropterigidae - Heliozelidae, Harley Books, Martins, Great Horkesley, Colchester, Essex
Heath, J. in Karsholt, O & J. Razowski (1996): The Lepidoptera of Europa. A distributional checklist, Apollo-Books, Stenstrup
Luff, M.L. (1964): Larvae of Micropteryx (Lepidoptera, Micropterigidae); Proc.R.ent.Soc.Lond. (C) 29, p. 6
Meeß, Ad. (1910): Micropterygides; in A. Spuler: Die Schmetterlinge Europas, Kleinschmetterlinge; unveränderter Nachdruck der S. 188-523 und der Tafeln 81-91, Verlag E.Bauer, Keltern, 1983

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2000.11.05
Zeller Christof: 2006.02.26
Kurz Marion: 2006.02.26
Kurz Michael: 2009.12.18
Kurz Michael: 2009.12.23
Kurz Michael: 2010.01.09
Kurz Michael: 2010.02.02
Kurz Michael: 2010.12.22
Kurz Michael: 2012.09.21
Kurz Michael: 2012.09.23
Kurz Michael: 2013.10.28
nicht begutachtet