N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Cossus cossus (Linné, 1758)

Allgemeine Angaben:

goat moth
le cossus gâte-bois
Weidenbohrer

Habitus:

Beschreibung:
Die Spannweite beträgt beim Männchen 68 - 84 mm, beim Weibchen 88 - 96 mm. Die Falter sind überwiegend braungrau, am Vorderflügel mit feinen weißen und dunkelbraunen Linienmustern.

Verbreitung:

Die Art ist im nördlichen Eurasien weit verbreitet.

Lebensweise:

     
: Österreich, Oberösterreich, Mondsee, e.l. 1988.07.12      
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
     

Die Art bewohnt laubholzreiches Gelände, vor allem Weidengehölz in Gewässernähe. Im Gebirge steigt sie bis 1500 m. Die Falter fliegen nachts. Die Imagines fliegen in einer Generation von Ende Mai bis Anfang September.

Der Weidenbohrer soll gelegentlich als Schädling auftreten, hat im Allgemeinen aber keine wirtschaftliche Bedeutung.

Entwicklungsstadien:

Die Eier sind oval, gelblich mit Längsrippen und deutlichem Netzwerk. Sie werden in Gruppen von 20 - 50 an kranke oder saftende Stämme abgelegt.

Die Raupe ist erwachsen rund 85 mm lang, dunkel fleischrot, an den Seiten gelblich mit schwarzbraunem Kopf und Nackenschild. Sie lebt 2 - 4 Jahre im Holz, vor allem von Pappeln und Weiden, aber auch anderen Laubhölzern und erzeugt einen deutlichen Geruch nach Holzessig.

Die Puppe ist gelb, vorn dunkelbraun mi dunkelbraunen Flügelscheiden und schnabelartigem Stirnfortsatz. Sie ruht im Fraßgang der Raupe und schiebt sich vor dem Schlüpfen des Falters zum Teil aus dem Gang heraus.

Diagnose:

Sehr ähnlich ist der seltene Cossus terebrus ([Denis & Schiffermüller], 1775), der aber meist kleiner ist.

Quellen:

Forster, W. & Th.A. Wohlfahrt (1960)
Heath & Emmet (1985)
Leraut, P. (1992)

Autor: Michael Kurz
Publikationsdatum: 2001.04.26
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Letzte Änderung: 2003.02.12