N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Zygaena (Zygaena) filipendulae (Linné, 1758)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

six-spot burnet
la zygéne de la filipendule
gemeines Blutströpfchen

Habitus:

: Salzburg, Flachgau, Thalgau, 1977.06.07, leg. et coll. Michael Kurz : Puglia, Promontorio del Gargano, Vico del Gargano, 2005.06.29, leg. Puchmayr & Kurz, coll. Michael Kurz : Marche, Ascoli Piceno, Monti Sibillini, Forca Canapine, 1500 m, 2005.06.22, leg. Puchmayr & Kurz, coll. Michael Kurz : Veneto, Jesolo, Ca´Ballarin, 1979.09.05, leg. Karl Lindner, coll. Michael Kurz
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Beschreibung:
Die Spannweite beträgt 25 - 39 mm. Kopf, Körper und Vorderflügel sind schwarz mit starkem grünblauem Glanz. Die Vorderflügel tragen sechs rote Flecken. Die Hinterflügel sind rot mit schwarzem Rand.

Verbreitung:

Die Art ist über ganz Europa (mit Ausnahme des Südwestens der Iberischen Halbinsel und des äußersten Nordens) bis zum Kaukasus, der Türkei und dem Nordiran verbreitet.

Lebensweise:

Salzburg, Untersberggebiet, Großgmain, südlich Freilichtmuseum, 2002.07.19 Salzburg, Untersberggebiet, Großgmain, südlich Freilichtmuseum, 2002.07.19 Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Pebering, 2002.07.25 Steiermark
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Steiermark, Kleingraben, 2000.09.02 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2001.07.30 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Gnaning, Enzelsdorferstraße, 2001.08.19 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2002.08.03
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Steiermark, Kleingraben Wiese, 2002.08.26 Steiermark, Kleingraben Wiese, 2003.09.28 Steiermark, Mittelst.B., Umg.Mixnitz, Tyrnau Mautstr., 2004.06.21 Steiermark, Kleingraben Wiese, 2002.09.17
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Burgenland, Eisenberg, 2004.07.07 Burgenland, Eisenberg, 2004.07.07 Abruzzo, Gran Sasso d´Italia, Campo Imperatore, 1400 m, 2005.07.06 Serbien, Vojvodina, Karavukovo Umgebung, 2007.05.18
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Die Art bewohnt extensiv genutzte Wiesen, auf denen die Futterpflanze der Raupe, Lotus corniculatus Linné, vorkommt. Im Gebirge steigt sie bis über 2000 m. Die Falter fliegen tagsüber. Die Imagines fliegen in einer Generation von Juni bis August.

Entwicklungsstadien:

bei der Eiablage: Steiermark, Kleingraben Wiese, 2002.08.26 Gelege: Steiermark, Kleingraben Wiese, 2002.08.26 Serbien, Vojvodina, Karavukovo Umgebung, 2007.05.18 Steiermark, Seckauer Tauern, Umg.Knittelfeld, Knittelfeld, 2000.06.21
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Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2002.07.05 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2003.07.09 Oberösterreich, Schwarzensee/St. Wolfgang, 1994.05.22 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2003.08.16
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Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2003.08.21      
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Die Eier sind oval, gelb.

Die Raupe ist erwachsen rund 20 - 25 mm lang, dick und runzelig. Die Färbung ist grüngelb, an den Seiten des Rückens befinden sich je zwei Reihen schwarzer Flecke, schwarze Punktreihen liegen über den Bauchfüßen. Die Raupenzeit reicht von August, überwinternd bis Anfang Juni. Die Raupe ernährt sich von Hornklee (Lotus corniculatus Linné).Die Verpuppung erfolgt in einem glatten, länglich-kahnförmigen, schwach längsgefalteten Kokon, der dicht, weich und rund 25 mm lang ist. Seine Färbung ist schmutzig hellgelb, er wird meist an aufrechten Grasstengeln angefertigt. Die sehr bewegliche, 15 mm lange Puppe besitzt freie Gliedmaßen und ist glänzend schwarzbraun gefärbt. Sie schiebt sich vor dem Schlüpfen des Falters zum Teil aus dem Kokon heraus.

Diagnose:

In Mitteleuropa ist Zygaena filipendulae das häufigste Blutströpfchen mit sechs roten Flecken auf dem Vorderflügel, es gibt aber sehr ähnliche Arten, die nur schwer zu unterscheiden sind.

Biochemische Leistungen:

Die Raupen nehmen aus der Nahrung cyanogene Glycoside wie Lotaustralin auf und sind in der Lage, diese Verbindungen in ihrem Körper anzureichern, wodurch sie einen ausgezeichneten Schutz vor Fraßfeinden genießen (gelbe Warnfärbung). Diese Stoffe verbleiben auch während des Puppenstadiums im Körper und verleihen dadurch auch den Imagines denselben Schutz (rote Warnfärbung). Zudem besitzen die Tiere auch einen sehr effizienten Entgiftungsmechanismus für Blausäurederivate, was sie nicht nur gegen das im Körper angereicherte Gift schützt, sondern sie außerdem recht unempflindlich gegenüber Blausäuredämpfen, einem extrem starken Atemgift, macht.

Wissenswertes:

Quellen:

Forster, W. & Th.A. Wohlfahrt (1960)
Heath & Emmet (1985)
Leraut, P. (1992)
Naumann C.M., R. Feist, G. Richter & U. Weber (1984): Verbreitungsatlas der Gattung Zygaena Fabricius, 1775 (Lepidoptera, Zygaenidae), Verlag J. Cramer Braunschweig

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2001.05.03
Kurz Michael: 2007.08.29
Kurz Michael: 2011.03.02
Kurz Michael: 2014.01.03
nicht begutachtet