N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Colias phicomone (Esper, 1780)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio phicomone Esper, 1780
Typenfundort: Österreich, Steiermark
Mountain Clouded Yellow
Le Candide
Alpengelbling, Grünlicher Heufalter

Habitus:

: Italien : Italien : Italien : Spanien
Bild von: www.ebay.at: © galijotas
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: Österreich, Salzburg, Sportgastein, 1600 m, 1977.07.24 : Italien    
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Variabilität:
Die Falter varrieren stark im Farbton der Flügeloberseite, der Intensität der dunklen Beschuppung (vor allem in Abhängigkeit von der Höhenlage) und der Ausbildung der hellen Flecke im dunklen Außenrand.

Verbreitung:

Die Art ist lokal in den Kantabrischen Bergen in Spanien, in den Pyrenäen, den Alpen und in den Nordkarpaten verbreitet. Nach Tolman & Lewington (1998) ist ein Vorkommen auch aus Rumänien bekannt. Die Höhenverbreitung reicht von 900 - 2500 m.

Lebensweise:

   
Salzburg, Osterhorngruppe, Trattberg, Enzianhütte, 2003.07.06 Salzburg, Tennengebirge, Weg zur Tauernscharte, 2006.07.23    
Bild von: Kurz Michael
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Lebensraum sind blumenreiche Hänge und Magerweiden. Die Flugzeit erstreckt sich je nach der Höhenlage von Ende Mai, bis August, an der unteren Grenze der Höhenverbreitung kann eine zweite Generation im August und September auftreten.

Entwicklungsstadien:

Ei:
Die Eier werden auf der Blattoberseite der Futterpflanze abgelegt. Sie sind grünlich.

Raupe:
Die Raupe ist stark walzenförmig, dick und dunkelgrün. Sie ist fein schwarz punktiert und besitzt einen weißen Seitenstreifen, in welchem die schwarzen Stigmen auf gelben Flecken stehen. Als Futterpflanzen werden verschiedene Fabaceae angegeben, darunter je nach Autor vor allem Vicia-Arten, Lotus corniculatus und Hippocrepis comosa. Die Raupe überwintert nach der zweiten Häutung und ist im Mai erwachsen.

Puppe:
Die Puppe ist am Rücken stark gewölbt und an beiden Enden zugespitzt. Sie ist dunkelgrün und besitzt einen mattgelben Seitenstreifen.

Diagnose:

Die Art ist durch die graue Färbung auf der Flügeloberseite recht charakteristisch gezeichnet und in ihrem Verbreitungsgebiet mit keiner anderen Art zu verwechseln. Am ähnlichsten ist ihr Colias nastes Boisduval, 1832, die aber im hohen Norden verbreitet ist.

Im -Genitalapparat ist Colias phicomone (Esper, 1780) am besten durch die Valven charakterisiert, deren Vorderrand nur wenig ausgebaucht ist.

Genetik:

Chromosomenzahl (haploid): 30 (Higgins, 1975)

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, Tagfalter, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2003.11.26
Kurz Michael: 2006.01.30
Kurz Michael: 2011.10.07
Kurz Michael: 2011.10.12
Kurz Michael: 2011.10.20
Kurz Michael: 2014.08.29
Kurz Michael: 2016.12.22
nicht begutachtet