N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Colias hyale hyale (Linné, 1758)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio hyale Linnaeus, 1758: 469
Typenfundort: Europa
Typus: Lectotypus : "71. Hyale"; "Hyale 764."; in coll. The Linnean Collections at The Linnean Society of London (Abbildung)

Pale Clouded Yellow
Le Soufré
Goldene Acht, Gemeiner Heufalter

Habitus:

   
: Salzburg, Flachgau, Thalgau, 600 m, 1977.08.05, ID-Nr. MK-7.509 : Salzburg, Flachgau, Thalgau, 600 m, 1976.05.15, ID-Nr. MK-7.510    
Bild von: Kurz Michael
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Variabilität:
Die sind viel heller und meist etwas größer als die , bei den treten selten aber auch gelbe Formen auf.

Verbreitung:

In Spanien ist die Art nur sehr lokal verbreitet. Die weitere Verbreitung reicht von Südengland und Frankreich über Mittel- und Osteuropa, Nordbulgarien und die Nordost-Türkei, Nordwest- und Mittelasien bis Nordost-China. In Südengland, Norddeutschland, Südskandinavien, im Baltikum und in Finnland tritt die Art im Allgemeinen nur als Wanderfalter auf. Allerdings sind viele Angaben besonders im südlichen Teil des Verbreitungsgebietes wegen Verwechslungen mit Colias alfacariensis Ribbe, 1905 unsicher. Die Höhenverbreitung reicht von Meeresniveau bis über 2000 m.

Lebensweise:

Ein beim Nektar saugen an Trifolium pratense pratense Linné: Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Sophiensiedlung, 2003.08.27, ID MK-3559 Ebenfalls ein beim Saugen an der gleichen Nektarpflanze: Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Sophiensiedlung, 2003.08.18, ID MK-3365 Steiermark, ID JG0010-2-1,92 : Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2000.05.28, ID JG0010-JG,11-1,30
Bild von: Kurz Michael
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Bild von: © Gillmann Johannes
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: Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf, 2000.07.08, ID JG0010-JG,13-1,11 : Steiermark, Gleinalm-R., Umg.Frohnleiten, Wieser Alm - Gipfel, 2001.08.29, ID JG0010-JG,18-1,77 Austria, Burgenland, 2007.08 : Salzburg, Glocknergebiet, oberes Nassfeld, 2350 m, 1986.08.16
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Österreich, Salzburg, Thalgau, 1986.08.06; Männchen und Weibchen in Kopula : Salzburg, Thalgau, 1986.07.25    
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Colias hyale (Linné, 1758) ist ein ausgesprochener Wiesenfalter, der auch auf Kulturland (Luzernefelder) und Wirtschaftsgrünland (Fettwiesen) oft häufig ist. Die Häufigkeit schwankt jahrweise allerdings stark, besonders bei der Frühjahrsgeneration. Die Falter besuchen zur Nektaraufnahme besonders gerne Kleeblüten.

Je nach geographischer Breite treten 2 - 3 Generationen im Jahr auf, und zwar von Anfang Mai bis Anfang Oktober. In höheren Lagen tritt allerdings nur eine Generation auf.

Entwicklungsstadien:

Ei:
Das Ei ist oval und wird einzeln auf die Blattoberseite der Futterpflanze abgelegt. Es ist zuerst weißlich mit braungelben Streifen und verfärbt sich später orangerot bis schwärzlich.

Raupe:
Die Raupe ist grün mit gelblichen oder rötlichen Seitenlinien. Futterpflanzen sind verschiedene Fabaceae, darunter Medicago-Arten, Trifolium pratense Linné und Lotus corniculatus Linné. Die Raupe überwintert nach der 2. Häutung.

Puppe:
Die Puppe ist grün, mit gelben Seitenlinien.

Diagnose:

C. hyale, : Salzburg, Flachgau, Thalgau, 600 m, 1977.08.05, ID-Nr. MK-7.509 C. alfacariensis, : Slowenien, Karst, Postojna Umgebung, Pivka, 1979.08.23, ID-Nr. MK-7.506 C. hyale, : Salzburg, Flachgau, Thalgau, 600 m, 1976.05.15, ID-Nr. MK-7.510 C. alfacariensis, : Oberösterreich, Salzkammergut, Mondsee, Keuschen, 1977.09.02, ID-Nr. MK-7.505
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Die Art ist äußerst ähnlich Colias alfacariensis Ribbe, 1905 und von dieser nicht immer mit Sicherheit zu unterscheiden. Im Allgemeinen sind die etwas heller gelb als jene von alfacariensis, der Diskoidalfleck auf der Oberseite der Hfl. ist weniger kräftig orange und etwas kleiner und auf der Unterseite sind die schwarzen Randflecke deutlicher ausgebildet. Zudem sind bei den Außenrand und Apex des Vfl. weniger gerundet, der dunkle Basal-Schatten der Vfl.-Oberseite ist gleichmäßiger, fächerförmig (bei alfacariensis mehr keilförmig) und die schwarze Submarginalregion der Hfl.-Oberseite ist oft schmäler und weniger intensiv. Eine gewisse Ähnlichkeit mit den weisen auch die von Colias erate (Esper, 1805) auf, während bei den auch alle weißlichen Formen der übrigen Colias-Arten Anlass zu Verwechslungen geben können.

Im -Genitalapparat sind die Valven bei hyale im Gegensatz zu alfacariensis im Allgemeinen am Ende etwas schmäler, der Zahn am Vorderrand ist etwas kleiner und an seiner Basis weniger breit.

Deutliche Unterschiede zwischen hyale und alfacariensis bestehen bei den Raupen und Puppen: Die Raupe von alfacariensis besitzt stark entwickelte, gelbe Subdorsallinien (bei hyale meist fast fehlend) und schwarze Flecken. Die Puppe von alfacariensis hat einen deutlichen bläulichen Schimmer. Da die Raupe von alfacariensis nur an Hippocepis comosa Linné oder Coronilla varia (Linné) lebt, fehlt sie im Allgemeinen im Kulturland, während hyale hier oft häufig ist.

Genetik:

Chromosomenzahl (haploid): 31 (Higgins, 1975)

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt 1976. Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, Tagfalter, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. 1975. The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley 1978. Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin.
Leraut P. 1992. Les papillons dans leur milieu, Bordas.
Linnaeus, C. 1758. Systema Naturae, Ed. X. (Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus I. Editio decima, reformata.) Holmiae. Systema Nat. ed. 10 i-ii + 1-824.
Tolman T. & R. Lewington 1998. Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart.

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2001.05.30
Kurz Michael: 2007.04.16
Kurz Michael: 2009.01.01
Kurz Michael: 2011.04.14
nicht begutachtet