N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Aglais urticae urticae (Linné, 1758)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

small tortoiseshell
la petite tortue
kleiner Fuchs
vanessa dell´ortica
ortiguera

Verbreitung:

Die Höhenverbreitung reicht von Meeresniveau bis über 2600 m.

Lebensweise:

Der Falter bei der Nahrungsaufnahme an Carlina acaulis acaulis Linné: Salzburg, Pinzgau, Unken, Heutal, Sonntagshorn, Hochalm, 2002.08.17, ID MK-1581 Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Sophiensiedlung, 2002.06.03, ID MK-1087 Salzburg, Alpenvorland, Wals, Überführung beim Autobahnknoten, 2000.04.02, ID MK-6.9326 Österreich, Salzburg, Thalgau, Fundstelle 4/12, 1991.08.17, ID MK-1434
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Steiermark, Osk. Sch. Sattelhaus Umg., ID JG0010-1-1,59 Steiermark, Feldbach Truppenübungsplatz, 2004.06.17, ID JG0010-JG,D01,010 Salzburg, Stadt Salzburg, Aigen, Schloss Aigen Umgebung, am Felberbach, 2004.06.19, ID HdN-2634  
Bild von: © Gillmann Johannes
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Die Tiere sind sehr euryök und fliegen nicht nur an sonnigen Waldrändern, in Hochstaudenfluren, auf Wiesen und alpinen Matten, sondern sind regelmäßig auch in Gärten und Parks anzutreffen, besonders wenn die Raupenfutterpflanze, Urtica dioica, vorkommt. Die tageszeitliche Aktivität beginnt im Sommer schon ab 6 Uhr morgens mit einem Sonnenbad, das bei teilweise wolkigem Wetter bis zu einer Stunde dauern kann und gegebenfalls auch am Vormittag wiederholt wird. Dabei sitzen die Falter mit weitgehend geöffneten Flügeln an Mauern, Baumstämmen, etc. und richten ihre Körperachse so aus, dass die Sonnenstrahlen möglichst senkrecht auf die Flügelfläche einfallen. Nach dem Sonnenbad erfolgen Nahrungsaufnahme und sonstige Aktivitäten, die dann bis gegen 18 Uhr abends andauern könnnen. Beliebte Nektarpflanzen sind Centaurea-Arten und Disteln, im Frühjahr aber auch gerne blühende Weiden. Die Männchen besetzten Reviere, die sie gegen Eindringlinge energisch verteidigen. Als Freßfeind der Imagines konnte in zumindest einem Fall Phoenicurus ochruros beobachtet werden.
Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich in mehreren Generationen (in Mitteleuropa je nach Höhenlage 1 - 3 Generationen) von Februar bis Oktober. Überwinterungsstadium können Falter oder Puppe sein.

Entwicklungsstadien:

Salzburg, Flachgau, Köstendorf, Tannberg, Gipfel, 2005.05.15 Eine erwachsene Raupe an der Futterpflanze, Urtica dioica Linné, der Brennnessel: Salzburg, Osterhorngruppe, Trattberg, Enzianhütte, 2003.07.06 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Enzelsdorf Hochfeld, 1999.05.23 Salzburg, Flachgau, Köstendorf, Weg auf den Tannberg, 2005.05.15
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Raupe:
Die Raupen leben bis zum letzten Stadium in losen Nestern zusammen. Erst kurz vor der Verpuppung beginnen sie sich zu vereinzeln. Futterpflanze ist hauptsächlich die Gemeine Brennnessel, Urtica dioica.

Diagnose:

Aglais urticae ichnusa (Hübner, [1824]) von Sardinien unterscheidet sich von der Stammform in erster Linie durch das Fehlen der drei dunklen Punkte im Analwinkelbereich der Vfl.-Oberseite. Die ähnlichen, etwas größeren Nymphalis-Arten (s.str.) weisen an dieser Stelle 4 derartige Punkte auf.

Die Raupen sind durch ihre Färbung und Zeichnung an der Futterpflanze unverwechselbar.

Wissenswertes:

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2000.09.17
Kurz Michael: 2007.09.03
Kurz Michael: 2016.04.15
nicht begutachtet