N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Lycaena hippothoe hippothoe (Linné, 1761)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio hippothoe Linnaeus, 1761
Typenfundort: Südschweden
Purple-edged Copper
Le Cuivré Écarlate
eigentlicher Kleiner Ampferfeuerfalter
Manto de Cobre

Habitus:

 
: Weißrussland : Litauen : Weißrussland  
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Variabilität:
und besitzen den für die meisten Feuerfalter üblichen Geschlechtsdichroismus: Die sind oberseits nur am Vfl. und am Außenrand des Hfl. orangerot und weisen auf dem Vfl. auch zahlreiche schwarze Punkte auf.

Verbreitung:

Die typische Unterart ist lokal in Spanien und Frankreich, sowie im Großteil Mittel-, Ost- und Nordeuropas verbreitet. Die Höhenverbreitung erstreckt sich von rund 400 bis über 1500 m. In den höheren Lagen der Nordalpen fliegen Übergangsformen zur ssp. eurydame (Hoffmannsegg, 1806).

Lebensweise:

: Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 1999.06.20, ID JG0010-7-1,21 : Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 1999.06.20, ID JG0010-7-1,25 Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 1999.06.25, ID JG0010-7-1,81 Kärnten, Umg.Feldkirchen, Radweg, 2000.08.14, ID JG0010-JG,14-1,29
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Kärnten, Umg.Feldkirchen, Radweg, 2000.08.14, ID JG0010-JG,14-1,31 Kärnten, Umg.Feldkirchen, Radweg, 2000.08.14, ID JG0010-JG,14-1,33 Steiermark, Mittelst.B., Umg.Mixnitz, Tyrnauer Alm, 2001.06.08, ID JG0010-JG,16-2,47 Steiermark, Koralpen-R., Soboth, St. Vinzens, 2003.06.29, ID JG0010-JG,19-2,49
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Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 2004.07.16, ID JG0010-JG,D01,586 Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 2004.07.16, ID JG0010-JG,D01,590 Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 2004.07.17, ID JG0010-JG,D01,629 Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 2004.07.17, ID JG0010-JG,D01,631
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Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 2004.07.17, ID JG0010-JG,D01,636 Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 2004.07.17, ID JG0010-JG,D01,638 Steiermark, Mittelst.B., Teichalmgebiet, Teichalm, 2004.07.17, ID JG0010-JG,D01,642 Kärnten, Umg.Feldkirchen, Radweg, 2000.08.14, ID JG0010-JG,14-1,27
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Slovenien, Triglav National Park, 2008.07.23 Vorarlberg, Bregenzer Wald, Bezau Umgebung, Sienspitze, obere Hinteregg-Alpe, 2004.08.10 , Übergang zur ssp. eurydame (Hoffmannsegg, 1806) im Lebensraum: Salzburg, Osterhorngruppe, Trattberg, Enzianhütte, 2003.07.06 derselbe Falter: Salzburg, Osterhorngruppe, Trattberg, Enzianhütte, 2003.07.06
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derselbe Falter: Salzburg, Osterhorngruppe, Trattberg, Enzianhütte, 2003.07.06      
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Die typische Unterart hippothoe lebt relativ stenök auf Sumpfwiesen und Flachmooren, aber auch auf trockeneren Magerwiesen, in höheren Lagen auch auf mageren Bergwiesen und Magerweiden. Die Imagines fliegen in einer Generation von Mai bis Anfang August mit Schwerpunkt im Juni (je nach Höhenlage).

Entwicklungsstadien:

Ei:
Das Ei ist halbkugelig, etwas abgeflacht, mit wabenartiger Struktur auf der Oberfläche.

Raupe:
Die Raupe ist grün und fein samtig behaart, ohne auffalende Zeichnungselemente. Sie ist, wie bei den Verwandten, kurz und gedrungen, an beiden Enden verjüngt. Als Futterpflanzen werden Persicaria bistorta (Linné) und Rumex acetosa Linné angegeben. Die kleinen Räupchen überwintern nach der 1. Häutung und verursachen zunächst Schabefraß an der Unterseite der Blätter. Ältere Raupen verstecken sich tagsüber an der Basis der Pflanzen und steigen nachts zum Fressen empor. Sie sind im Mai erwachsen.

Puppe:
Die Puppe ist lederartig gelbbraun mit schwarzer Punktierung und schwarz gerandeten Flügelscheiden.

Diagnose:

Bei der ssp. eurydame (Hoffmannsegg, 1806) besitzen die keinen violetten Schiller auf der Oberseite und sind heller und leuchtender rot, der schwarze Strich am Diskus des Vfl. ist reduziert oder fehlt, die schwarzen Flügelränder sind deutlich schmäler. Die dieser in den Süd- und Südwestalpen, sowie im Apennin vorkommenden Unterart sind fast einheitlich braun mit gelblichem Schimmer. Bei der ssp. stiberi Gerhard, 1853 aus dem nördlichen Fennoskandien sind die oberseits ebenfalls heller, bei den ist die Oberseite der Vfl. ausgedehnter orange. Bei beiden Geschlechtern ist auch die Unterseite der Vfl. mehr orange als bei der Nominatunterart.

Die in beiden Geschlechtern sehr ähnliche Lycaena candens leonhardi Fruhstorfer, 1917 fliegt allopatrisch am mittleren und südlichen Balkan. Sie ist sicher nur an Hand der männlichen Genitalien zu unterscheiden. Während die der typischen hippothoe sonst kaum mit einer anderen Feuerfalterart in Europa zu verwechseln sind, gleichen die besonders noch jenen von Lyvaena alciphron melibaeus Staudinger, 1879 (allopatrisch am südlichen Balkan und im Nahen Osten) und Lycaena tityrus tityrus (Poda, 1761). Sie sind am besten an der eher feinen, schwarzen Punktzeichnung auf der Unterseite, sowie am Muster der schwarzen Punkte auf der Vfl.-Oberseite zu erkennen.

Genetik:

Chromosomenzahl (haploid): 24 (Higgins, 1975)

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Sauer F. (1992): Die schönsten Raupen nach Farbfotos erkannt, Fauna-Verlag, Karlsfeld
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.01.30
Kurz Michael: 2006.02.25
Kurz Michael: 2009.01.05
Kurz Michael: 2014.07.09
Kurz Michael: 2016.11.24
nicht begutachtet