N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Vacciniina optilete (Knoch, 1781)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio optilete Knoch, 1781
Typenfundort: Deutschland, Braunschweig
Cranberry Blue
Violetter Silberfleckbläuling, Moor-Heidelbeeren-Bläuling, Hochmoor-Bläuling

Habitus:

: Litauen : Litauen : Litauen : Litauen
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: Litauen : Litauen    
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Variabilität:
Abgesehen vom Geschlechtsdichroismus ( oberseits violettblau, braun mit violetter Flügelbasis) ist die Variabilität der Art gering. Aus den Hochlagen der Alpen wurde die etwas kleinere f. cyparissus Hübner beschrieben.

Verbreitung:

Die Art wird aus den Alpen, Nordost-Europa, Makedonien, sowie Japan und Nordamerika gemeldet. Sie dürfte aber auch in den weiten Tundrengebieten Asien kaum fehlen. Die Vertikalverbreitung reicht von wenig über Meeresniveau bis über 2000 m Höhe in den Alpen.

Lebensweise:

Steiermark, Pack-Stubalpe, Stubalm-Gebiet, Salzstiegel Ost, 1999.07.16 Steiermark, Pack-Stubalpe, Stubalm-Gebiet, Salzstiegel Ost, 1999.07.16 Steiermark, Pack-Stubalpe, Stubalm-Gebiet, Salzstiegel Ost, 1999.07.16 Steiermark, Pack-Stubalpe, Stubalm-Gebiet, Salzstiegel Ost, 1999.07.16
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Steiermark, Pack-Stubalpe, Stubalm-Gebiet, Salzstiegel Ost, 1999.07.16      
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Lebensraum sind Hochmoore und alpine Zwergstrauchheiden, sofern die Futterpflanzen der Raupen darin vorkommen. In den Hochmooren darf dabei die Verbuschung nicht zu weit fortgeschritten sein (mikroklimatische Einflüsse). Die Imagines fliegen in einer Generation von Juni bis August.

Entwicklungsstadien:

Raupe:
Die bleichgrüne Raupe weist einen hellgelben, schwarz gesäumten Seitenstreifen auf. Sie ist samtartig rötlich behaart. Futterpflanze ist auf den Hochmooren Vaccinium uliginosum, in den Zwergstrauchheiden der Alpen Vaccinium gaultherioides. Weiters werden noch Vaccinium myrtillus und Vaccinium oxycoccos angegeben, während die Angabe von Erica tetralix aus Fennoskandien (Tolman & Lewington, 1998) etwas zweifelhaft erscheint. Die Raupe überwintert.

Puppe:
Die Puppe ist gedrungen, von blaßgrüner farbe und weist gelbe Hinterleibsringe auf. Vorne ist sie fein rötlich behaart.

Diagnose:

Auf Grund des auffallendes Auges auf der Hinterflügel-Unterseite, bestehend aus einem orangen Fleck und einem daneben liegenden bläulichen Metallfleck ist die Art in Europa unverwechselbar.

Genetik:

Chromosomenzahl (haploid): 24 (Higgins, 1975)

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Stettmer Ch., M. Bräu, P. Gros & O. Wanninger (2006): Die Tagfalter Bayerns und Österreichs; Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.01.30
Kurz Michael: 2006.08.31
Kurz Michael: 2016.06.30
Kurz Michael: 2016.09.22
Kurz Michael: 2016.10.13
Kurz Michael: 2020.04.28
nicht begutachtet