N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Hepialus humuli humuli (Linné, 1758)

Allgemeine Angaben:

Noctua humuli Linnaeus, 1758
ghost moth
l´hépiale du houblon
eigentliche Hopfenmotte, Hopfenwurzelbohrer

Habitus:

 
: Salzburg, Hohe Tauern, Gasteiner Tal, Sportgastein, Nassfeld, 1958.07.16, leg. Karl Mazzuko, coll. Haus der Natur, Salzburg : Salzburg, Lungau, Thomatal, 1975.06.26, leg. Leithner H., coll. Haus der Natur, Salzburg : Salzburg, Radstädter Tauern, hinteres Riedingtal, 1970.07, leg. Mairhuber Fritz, coll. Haus der Natur, Salzburg  
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
Bild von: Michael Kurz
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Beschreibung:
Der kleine Kopf trägt in beiden Geschlechtern einfache, sehr kurze Fühler. Die Spannweite beträgt beim Männchen rund 50 mm, beim Weibchen bis über 70 mm. Die Vorder- und Hinterflügel sind beim Männchen silberweiß, ohne Zeichnung. Beim Weibchen sind die Vorderflügel ockerfarben mit zwei mehr oder weniger parallelen, rotbraunen Fleckenbinden. Die Hinterflügel sind mehr oder weniger rötlichbraun.

Verbreitung:

Die Art ist in West-, Nord- und Mitteleuropa, südöstlich bis in den nahen Osten verbreitet. Die Höhenverbreitung erstreckt sich von Meeresniveau bis über 2400 m Höhe.

Lebensweise:

     
Nordtirol, Ötztal, Obergurgl, 2007.06.08      
Bild von: Michael Kurz
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Die Art bewohnt offenes Gelände, auch Gärten und Parks. Die Männchen fliegen nur kurze Zeit in der Abenddämmerung und verbreiten dabei einen Duft, mit dem Weibchen angelockt werden, die unmittelbar anschließend fliegen. Die Imagines fliegen in einer Generation von Ende Mai bis Anfang August.

Die Hopfenmotte soll gelegentlich als Schädling in Hopfenkulturen auftreten, hat im Allgemeinen aber keine wirtschaftliche Bedeutung.

Entwicklungsstadien:

Die Eier sind sehr klein, länglich und beiderseits zugespitzt. Sie sind kurz nach der Ablage weißlichgelb, nach etwa einem Tag aber dunkelbraun und werden zu mehreren hundert während des Fluges ausgestreut.

Die Raupe ist erwachsen beinfarben mit braunem Kopf und gelbbraunem Nackenschild. Am 2. und 3. Brustsegment befinden sich je zwei gelbbraune Flecke. Die Raupe lebt von August, überwinternd bis Mai, in einem unterirdischen Tunnel an den Wurzel zahlreicher verschiedener Pflanzen, wie Gräser, Ampfer, Nesseln, Löwenzahn und auch Hopfen. Die Verpuppung erfolgt ebenfalls in diesem röhrenförmigen Gespinst.

Die Puppe ist länglich, gelbbraun, vorn etwas dunkler und mit zahlreichen Stacheln besetzt. Sie ist sehr beweglich.

Diagnose:

Die Hopfenmotte ist in Europa unverwechselbar.

Quellen:

Forster, W. & Th.A. Wohlfahrt (1960)
Heath, J. (1983)
Karsholt, O. & E. J. van Nieukerken (2004): Hepialidae. In - Karsholt, O. & E. J. van Nieukerken (eds.). Lepidoptera, Moths. – Fauna Europaea version 1.1, http://www.faunaeur.org [online 2008.05.16].
Leraut, P. (1992)

Autor: Michael Kurz
Publikationsdatum: 2001.04.23
Naturkundliches Informationssystem
Letzte Änderung: 2007.10.24