N A T U R K U N D L I C H E S I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Micropterix osthelderi Heath, 1975

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Micropterix osthelderi Heath, 1975: Ent.Gaz. 26, p. 256 - 258., fig. 5, 6
Typenfundort: Bayern, Fürstenrud bei München
Typus: Holotypus : Bav.mer., Fürstenrud b. München, Daniel, 24.IV.26 (Genitaluntersuchung J.Heath No. 261); in coll. ZSM, München

Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
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Habitus:

: Bayern, Nationalpark Berchtesgaden, Klausbachtal, 900 m, 2002.05.02, leg. Alfred Haslberger, coll. Michael Kurz : Osttirol, Lienzer Dolomiten, Lavant, Almtal, 1200 - 1400 m, 2002.06.11, leg. Helmut Deutsch, coll. Deutsch : Osttirol, Lienzer Dolomiten, Lavant, Almtal, 1700 m, 2005.06.17, leg. et. coll. Helmut Deutsch : Salzburg, Flachgau, Thalgau, Stilles Tal, 2003.05.17, leg. Renate Hausenblas und Christof Zeller, coll. Christof Zeller
Bild von: Michael Kurz
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: Salzburg, Flachgau, Thalgau, Stilles Tal, Fundstelle 21/5, 1987.05.29, leg. Zeller & Kurz, coll. Kurz      
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Schema der Flügelzeichnung:

Beschreibung:
(untersucht: 1 , 7 )
Vfl.-Länge: 4,7 mm; 5,0 - 5,6 mm
Spannweite: 10,0 mm; 10,0 - 11,0 mm

Kopf schwarzbraun; Kopfhaare hell- bis schmutziggelb; Fühler bräunlich, bronzegolden glänzend, beim 3/4, beim 1/2;
Thorax bronzegolden; Tegulae bronzegolden, purpurn gemischt; Vfl. purpurviolett bis blauviolett: Basales Viertel golden bis bronzegolden mit Ausnahme eines schmalen Streifens an der Basis der Costa, sowie eines in der Goldzeichnung eingebetteten dorsalen Streifens (beide purpurviolett); dorsal zieht sich die bronzegoldene Färbung bis zur Mittelbinde; ein bronzegoldener Streifen von der Costa entlang des Außenrandes, der nur die purpurviolette Flügelspitze freilässt; die übrige Zeichnung weißlichgolden bis golden, fein bronzegolden umrahmt: Eine mäßig breite, gleichmäßige, leicht nach außen gebogene Binde bei 1/2; ein kleiner Costalfleck bei 2/3; bei 3/4 ein großer, nach innen gebogener Costalfleck, welcher sich manchmal zur Flügelmitte hin verbreitert; Fransen hell bronzegolden; Hfl. bronzegolden, vor allem apikal stark purpurn bestäubt; Fransen bronzegolden; Beine und Abdomen braun, bronzegolden glänzend.

Variabilität:Die untersuchten Tiere weisen keine signifikante Variabilität auf.

Verbreitung:

In der Originalbeschreibung (Heath, 1975) wird Material aus dem Alpengebiet (Österreich, Schweiz, Bayern) und den Mittelgebirgen (Deutschland: Rheingau; Polen: Sudeten) angeführt. Karsholt & Razowski (1996) melden die Art für Italien, Deutschland, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und Dänemark.

Lebensweise:

Über die Lebensweise ist nur wenig bekannt. Die Art scheint aber kühlere Nadel-(Misch-)wälder in collinen und montanen Lagen zu bevorzugen.

Entwicklungsstadien:

Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.

Anatomie:

, Cuticula, schematisiert -Genitalapparat, Präp.-Nr. 789 M.Kurz: Bayern, NP Berchtesgaden, Klausbachtal, 900 m, 2002.05.02, leg. Alfred Haslberger -Genitalapparat, Präp.-Nr. 310, M.Kurz: "Gradenalm; M.6.1892; Hauder", coll. Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz , Cuticula, schematisiert
Bild von: Michael Kurz
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-Genitalapparat, Kalilaugenpräparat, Präp.-Nr. 762 M.Kurz: Nordtirol, Stubaier Alpen, Gschnitz, 1300 m, 1918.07.10, leg. Koschabek, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München -Genitalapparat, Kalilaugenpräparat, Ausschnittsvergrößerung, Präp.-Nr. 762 M.Kurz: Nordtirol, Stubaier Alpen, Gschnitz, 1300 m, 1918.07.10, leg. Koschabek, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München -Genitalapparat, Ausschnittsvergrößerung, Präp.-Nr. 762 M.Kurz: Nordtirol, Stubaier Alpen, Gschnitz, 1300 m, 1918.07.10, leg. Koschabek, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München -Genitalapparat, Präp.-Nr. 259, M.Kurz: Salzburg, Tennengau, Golling, Bluntautal, 1972.05.06, leg. Fritz Mairhuber, coll. Haus der Natur, Salzburg
Bild von: Michael Kurz
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-Genitalapparat, Präp.-Nr. 259, M.Kurz: "Golling - A Bluntautal; 06.5.1972; Salzburg Austria; leg. Fr. Mairhuber", coll. Haus der Natur, Salzburg -Genitalapparat, Receptaculum seminis und Detail daraus, Präp.-Nr. 264, M.Kurz: "n. Kalkvoralpen; Thalgau/Sbg. 21/5; 29.5.1987; nachmittags; leg. Zeller/Kurz", coll. Kurz    
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Beschreibung:
(untersucht: 2 , 3 )

:
Cuticula:
1. und 2. Segment nicht untersucht; Tergite 3 - 7 mit leicht modifizierten cephalen Rändern; Tergite 6 - 8 mit stark chitinisierter Querleiste nahe dem cephalen Rand; 8. Tergit reduziert, in der Mitte deutlich schmäler; Sternite 3 - 5 ohne Sonderbildungen, Sternite 3 und 4 aber mit einer schmalen Querleiste am caudalen Rand; 6. Sternit etwas verschmälert; 7. Sternit in der Mitte deutlich verschmälert, mit einer stark chitinisierten Querleiste am cephalen Rand; 8. Sternit zu zwei sehr langen, schmalen Chitinplättchen reduziert.
Genitalapparat:
Uncus kurz, gedrungen, mit kleiner Spitze; akzessorische Klammerorgane am Unterrand mit je einer Reihe kürzerer, am Ende zum Teil gebogener Stacheln und darüber einer Reihe stark differenzierter, Y-förmiger Stacheln; Valven lang, im Mittelteil verjüngt, mit 2 (?) längeren, sowie mehreren kürzeren basalen Borsten an der Innenseite; im distalen Drittel an der Innenseite mit zwei unregelmäßigen Reihen kürzerer Stacheln, einer Reihe längerer Borsten, sowie zahlreichen kleinen Stacheln am äußersten Ende; Aedoeagus gattungstypisch.

:
Cuticula:
Tergite am kopfwärtigen Rand mit nur leichter, wenig abgesetzter Verbreiterung im Mittelteil; Sternite (mit Ausnahme des 9. Sternits) ohne charakteristische Sonderbildungen, aber Sternite 3 - 6 caudal mit stärker chitinisierter Querleiste (beim 6. Sternit nur mehr undeutlich); alle Sklerite mit etwas unregelmäßigen, fransigen Seitenrändern; 9. Sternit reduziert, sehr ähnlich wie bei Micropterix schaefferi Heath, 1975, lediglich in der Mitte etwas breiter; 9. Tergit fehlend.
Genitalapparat:
Analpapillen mit sehr charakteristischer Sklerotisierung: In der Mitte rundlich ausgebaucht, mit glatten Rändern; Ductus seminalis am Ansatz des Receptaculum seminis sehr dünn; Receptaculum seminis lang, in der Mitte verjüngt und stark gebogen, nur der untere, sackförmig erweiterte Teil mit gattungstypischer Querstreifung; Receptaculum seminis am unteren Ende mit drei winzigen, nebeneinander liegenden Stacheln (sonst bei keiner anderen Art gefunden !); die Form des Receptaculum seminis, sowie die winzigen Stacheln sind arttypisch.

Diagnose:

M. osthelderi : Bayern, Nationalpark Berchtesgaden, Klausbachtal, 900 m, 2002.05.02, leg. Alfred Haslberger, coll. Michael Kurz M. schaefferi : Salzburg, Hohe Tauern, Stubachtal, Enzingerboden, 1500 m, 1994.05.13, coll. Michael Kurz M. osthelderi, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 310, M.Kurz: "Gradenalm; M.6.1892; Hauder", coll. Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz M. schaefferi, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 255, M.Kurz: "Kasern, Fasanhügel; 15.5.1972; Salzburg Austria; leg. Fritz Mairhuber", coll. Haus der Natur, Salzburg
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M. osthelderi, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 259, M.Kurz: "Golling - A Bluntautal; 06.5.1972; Salzburg Austria; leg. Fr. Mairhuber", coll. Haus der Natur, Salzburg M. schaefferi, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 361, M.Kurz: "Roding; 26.04.1987; NELWEK", coll. Kurz    
Bild von: Michael Kurz
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Von anderen ähnlich gezeichneten Arten, besonders von Micropterix schaefferi Heath, 1975 habituell sehr gut durch die ausgedehnte, eher dunkle Goldbestäubung der Vfl.-Basis unterschieden, wobei die Binde bei 1/4 in der Mitte nicht hell gekernt ist, sondern dieselbe Farbe wie der (bronze-)goldene Innenrand aufweist. Abgeflogene Exemplare können an den sehr charakteristischen männlichen und weiblichen Genitalien einwandfrei erkannt werden.

Wissenswertes:

Quellen:

Heath, J. (1975): The ammanella complex of the genus Micropterix Hübner [1825] (Lepidoptera: Zeugloptera, Micropterigidae); Ent.Gaz. 26, p. 253 - 258
Heath, J. in Karsholt, O & J. Razowski (1996): The Lepidoptera of Europa. A distributional checklist, Apollo-Books, Stenstrup

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2001.05.30
Zeller Christof: 2006.05.04
Kurz Marion: 2006.05.04
nicht begutachtet

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