N A T U R K U N D L I C H E S I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Micropterix corcyrella cephaloniensis Kurz, Kurz & Zeller, 2004

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Typenfundort: Griechenland, Ionische Inseln, Kefallinia, zwischen Sparthi und Poros
Typus: Holotypus : GREECE: Cephalonie; Sparthi to Poros; 38° 06,8´ N 20° 46,7´ E; 14. April 2001; O.S. Flint, Jr.; [rotes Etilkett] HOLOTYPUS; Micropterix corcyrella cephaloniensis; Kurz, Kurz & Zeller, in coll. USNMNH

Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
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Habitus:

   
PARATYPUS: Griechenland, Ionische Inseln, Kefallinia, zwischen Sparthi und Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S. Jr., coll. Christof Zeller PARATYPUS: Griechenland, Ionische Inseln, Kefallinia, zwischen Sparthi und Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S. Jr., coll. Michael Kurz    
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
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Schema der Flügelzeichnung:

Beschreibung:
(untersucht: 3 , 4 [Typenserie])
Vfl.-Länge: 3,3 - 3,5 mm; 3,4 - 3-8 mm;
Spannweite: Die Tiere waren nicht gespannt.

Kopf schwarzbraun, Kopfhaare dottergelb, Fühler braun, goldglänzend, beim knapp 3/4, beim gut 1/2;
Thorax und Tegulae bronzegolden, caudal purpurn bis bläulich; Vfl. beim bronzegolden, apikal kupfrig mit deutlich begrenzter, solberweißer Zeichnung: Eine schmale, in der Breite etwas unregelmäßige Binde über die gesamte Flügelbreite bei fast 1/4; eine gleiche Binde bei 1/2; bei 3/4 ein schräg nach innen ziehender, ovaler Fleck in der Breite der Binden über die halbe Flügelbreite, die Costa gerade berührend; Fransen hellgolden, außen weißlich; Hfl. kupfrig bronzegolden, vor allem apikal stärker rötlich getönt; Fransen bronzegolden, außen heller; Vfl. beim zeichnungslos bronzegolden, entlang des Vorder-, Außen- und Innenrandes sehr schmal rötlich; Fransen bronzegolden, außen heller; Hfl. wie beim ; Beine und Abdomen in beiden Geschlechtern braun, gioldglänzend;

Variabilität:
Die untersuchten Tiere variieren innerhalb des Geschlechts nur sehr wenig, der Geschlechtsunterschied ist aber sehr deutlich.

Verbreitung:

Während die typische ssp. Micropterix corcyrella corcyrella Walsingham, 1919 von Makedonien bis Korfu bekannt ist, wurde cephaloniensis bisher nur vom Typenfundort auf der Insel Kefallinia bekannt.

Lebensweise:

Über die Lebensweise ist nichts bekannt.

Entwicklungsstadien:

Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.

Anatomie:

     
-Genitalapparat, Präp.-Nr. 753 M.Kurz: Griechenland, Ionische Inseln, Kefallinia, zwischen Sparthi und Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S., Jr., PARATYPUS, coll. Michael Kurz      
Bild von: Michael Kurz
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Beschreibung:
(untersucht: 1 [Holotypus], 2 [Paratypen]

:
Cuticula:
Wurde nicht untersucht.
Genitalapparat:
Uncus mäßig lang, schlank; akzessorische Klammerorgane reduziert, innerhalb des Tegumens nach oben ragend, schlank, am Ende spatelförmig verbreitert; an ihrem Ober- und Hinterrand mit 8 - 10 nach innen gerichteten, langen, am Ende hakenförmig gebogenen Stacheln; distaler Rand des Tegumens beiderseits zu einem chitinisierten Lappen erweitert, der an seinem Vorderrand eine hintere Reihe sehr kurzer, nicht modifizierter Stacheln, sowie eine vordere Reihe von rund 14 sehr langen, geraden, am Ende zum Teil etwas verbreiterten Stacheln trägt; unterhalb dieser Lappen, etwas abgesetzt und nach innen versetzt je ein weiterer, kleiner chitinisierter Lappen, der ebenfalls eine hintere Reihe sehr kurzer, nicht modifizierter Stacheln, sowie eine vordere Reihe von 6 sehr langen, geraden Stacheln trägt; Valven relativ kurz, gedrungen, in der Mitte stark verschmälert, am Ende spatelförmig und leicht nach oben gebogen; die Valven an ihrer Innenseite postbasal mit je zwei kurzen Stacheln, das spatelförmige Ende mit zwei Reihen kurzer bis mäßig langer Stacheln, sowie einigen längeren Borsten; Aedoeagus relativ kurz und schmal, sonst gattungstypisch.

:
Cuticula:
Alle Sklerite der Segmente 3 - 8 mit fransigen Seitenrändern; 9. Tergit fehlend; 9. Sternit stark reduziert, in der Mitte verschmälert, sehr schwach sklerotisiert, mit sehr undeutlicher seitlicher und cephaler Begrenzung
Genitalapparat:
Analpapillen mit zwei charakteristischen, länglich schaufelförmigen, gut ausgebildeten Chitinplatten; Receptaculum seminis mäßig lang und sehr schlank, etwa bei 1/4 der Länge deutlich verjüngt, mit gattungstypischer Querstreifung; Vestibulum groß, sackförmig, Ovarien einfach.

Diagnose:

M. corcyrella cephaloniensis PARATYPUS: Griechenland, Ionische Inseln, Kefallinia, zwischen Sparthi und Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S. Jr., coll. Christof Zeller M. corcyrella corcyrella : Mazedonien, Treska-Schlucht, 1959.04, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München M. aruncella (forma ?): Italia, Abruzzo, Montagna della Maiella, 1982.07.13, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayrischen Staates, München(ZSM) M. corcyrella cephaloniensis PARATYPUS: Griechenland, Ionische Inseln, Kefallinia, zwischen Sparthi und Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S. Jr., coll. Michael Kurz
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M. corcyrella corcyrella : Mazedonien, Treska-Schlucht, 1959.04, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München M. aruncella : Austria, Salzburg, Thalgau, 1989.05.18, coll. Michael Kurz M. corcyrella corcyrella , Präp.-Nr. 482, M.Kurz: Mazedonien, Skopje Umgebung, Treska Schlucht, 1959.04, leg. J.Klimsch, coll. MIchael Kurz M. aruncella Genitalapparat, Präp.-Nr. 779 M.Kurz: Vorarlberg, Bregenzer Wald, Bezau Umgebung, Sienspitze, obere Hinteregg-Alpe, 2004.08.10, coll. Michael Kurz
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M. corcyrella cephaloniensis Genitalapparat, Präp.-Nr. 753 M.Kurz: Griechenland, Ionische Inseln, Kefallinia, zwischen Sparthi und Poros, 2001.04.14, leg. Flint O.S., Jr., PARATYPUS, coll. Michael Kurz M. aruncella Genitalapparat, Präp.-Nr. 809, M.Kurz: Slowenien, Karst, Wippach Tal, Nanos, 600 m, 1998.05.25, leg. Helmut Deutsch, coll. Michael Kurz    
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Habituell sind die von der typischen ssp. Micropterix corcyrella corcyrella Walsingham, 1919 durch mehr bronzegoldene statt rötlichgoldene Grundfarbe, die aber durch völliges Fehlen der Zeichnung verschieden (die typische corcyrella weist keinen Geschlechtsdichroismus auf). Sehr ähnlich in beiden Geschlechtern ist Micropterix aruncella (Scopoli, 1763). Von dieser unterscheiden sich die durch deutlicher begrenzte Zeichnung, die durch das Fehlen der Purpurbestäubung an der Costa.

In den charaktersitischen Genitalarmaturen von und ist corcyrella cephaloniensis deutlich von allen anderen Micropterix-Arten zu unterscheiden, ist aber von der typischen corcyrella corcyrella nicht mit Sicherheit zu unterscheiden.

Wissenswertes:

Quellen:

Walsingham, Lord (1919): New species of Aristotelia and Micropteryx; Ent. Rec. J. Var. 31, p.10 - 12

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2003.01.31
Kurz Michael: 2006.02.26
Kurz Michael: 2009.04.08
nicht begutachtet

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