N A T U R K U N D L I C H E S I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Micropterix corcyrella corcyrella Walsingham, 1919

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Micropteryx corcyrella Walsingham, 1919: Ent. Rec. J. Var. 31, p.11
Typenfundort: Griechenland, Korfu, Palaeocastrizza
Typus: : Korfu; 1872; in coll.BMNH

Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
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Habitus:

 
: Mazedonien, Treska-Schlucht, 1959.04, leg. Klimsch, coll. Michael Kurz : Mazedonien, Treska-Schlucht, 1959.04, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München : Mazedonien, Treska-Schlucht, 1959.04, leg. Klimesch, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München  
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
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Schema der Flügelzeichnung:

Beschreibung:
untersucht: 3 [inklusive Dia des Holotypus], 3 )
Vfl.-Länge: 3,4 - 3,5 mm; 3,8 - 4,0 mm
Spannweite: 6,9 - 7,0 mm; 8,2 - 8,3 mm

Kopf schwarz, Kopfhaare schmutzig ocker bis dunkelgelb; Fühler beim 4/5, beim knapp über 1/2, dunkelbraun, goldglänzend;
Thorax bronzegolden, Tegulae basal bronzegolden, caudal purpurviolett mit einzelnen bläulichen Schuppen; Vfl. kupfrig-bronzegolden, im äußeren Teil der Costa und am Apex leicht purpurn getönt, mit silberweißer, deutlich begrenzter Zeichnung: Bei 1/4 eine schmale, gerade Binde über die gesamte Flügelbreite; eine gleiche, Richtung Innenrand leicht nach außen geneigte Binde bei knapp über 1/2; bei 3/4 ein länglicher, mehr oder weniger nierenförmiger, nach innen ziehender Fleck von der Costa bis zur Flügelmitte; ihm gegenüber ein länglicher, goldener Fleck schmal entlang des Außenrandes; Fransen golden, am Apex basal purpurn; Hinterflügel kupfrig, Fransen kupfrig, außen golden; Beine und Abdomen dunkelbraun, golden glänzend.

Variabilität:
Der Fleck bei 3/4 ist in der Form etwas variabel.

Verbreitung:

Die typische ssp. kommt nach Heath (1965 b) in Griechenland, Bulgarien und Mazedonien vor, während sich die Angaben für Montenegro auf die als gute Art angesehene Micropterix jeanneli Viette, 1949 beziehen. Die untersuchten Falter stammen aus Griechenland: Korfu (Holotypus) und Mazedonien.

Lebensweise:

Über die Lebensweise ist nichts genaueres bekannt.

Entwicklungsstadien:

Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.

Anatomie:

-Genitalapparat, Präparat-Nr. 482, M.Kurz: Makedonien, Skopje Umgebung, Treska Schlucht, 1959.04, leg. J.Klimsch, coll. Michael Kurz -Genitalapparat, Präparat-Nr. 482, M.Kurz: "MACEDONIA, Matka; Treska Schl.[ucht]; IV.1959; J.Klimesch", coll. Michael Kurz , Cuticula, schematisiert -Genitalapparat, Präparat-Nr. 495, M.Kurz: "MACEDONIA, Matka; Treska Schl.[ucht]; IV.1959; J.Klimesch", coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
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Beschreibung:
(untersucht: 2 [inklusive Dia des Holotypus], 1 )

:
Cuticula:
Eine nähere Beschreibung und Darstellung ist an Hand des zur Verfügung stehenden Präparates nicht möglich.
Genitalapparat:
Uncus mäßig lang, schlank; akzessorische Klammerorgane reduziert, innerhalb des Tegumens nach oben ragend, schlank, am Ende spatelförmig verbreitert; an ihrem Ober- und Hinterrand mit rund 10 nach innen gerichteten, langen, am Ende hakenförmig gebogenen Stacheln; distaler Rand des Tegumens beiderseits zu einem chitinisierten Lappen erweitert, der an seinem Vorderrand eine hintere Reihe sehr kurzer, unmodifizierter Stachel, sowie eine vordere Reihe von rund 16 - 18 sehr langen, geraden, am Ende zum Teil etwas verbreiterten Stacheln trägt; unterhalb dieser Lappen, etwas abgesetzt und nach innen versetzt je ein weiterer, kleiner chitinisierter Lappen, der ebenfalls eine hintere Reihe sehr kurzer, unmodifizierter Stacheln, sowie eine vordere Reihe von 5 sehr langen, geraden Stacheln trägt; Valven relativ kurz, gedrungen, in der Mitte stark verschmälert, am Ende spatelförmig und leicht nach oben gebogen; die Valven an ihrer Innenseite postbasal mit je zwei kurzen Stacheln, das spatelförmige Ende mit zwei Reihen kurzer bis mäßig langer Stacheln, sowie einigen längeren Borsten; Aedoeagus relativ kurz und schmal, sonst gattungstypisch.

:
Cuticula:
2. Segment gattungstypisch; Tergite 3 - 7 und Sternite 3 - 7 im Mittelteil cephal leicht verbreitert; 7. Sternit seitlich leicht reduziert; Sternite 3 - 6 caudal mit einer stärker chitinisierten Querleiste; 8. Segment ohne Sonderbildungen; alle Sklerite der Segmente 3 - 8 mit fransigen Seitenrändern; 9. Tergit fehlend; 9. Sternit stark reduziert, in der Mitte verschmälert, sehr schwach sklerotisiert, mit sehr undeutlicher seitlicher und cephaler Begrenzung.
Genitalapparat:
Analpapillen mit zwei charakteristischen, schaufelförmigen, gut ausgebildeten Chitinplatten; Receptaculum seminis mäßig lang und sehr schlank, etwa bei 1/4 der Länge deutlich verjüngt; die gattungstypische Querstreifung ist nur sehr undeutlich und schwach ausgeprägt; Receptaculum seminis am unteren Ende mit einem dünnen Fortsatz.

Diagnose:

M. corcyrella, -Genitalapparat, AP-Nr. 482, M.Kurz: "MACEDONIA, Matka; Treska Schl.[ucht]; IV.1959; J.Klimesch", ID-Nr. MK-2.217, coll. Kurz M. aruncella, -Genitalapparat, AP-Nr. 287, M.Kurz: "Schlierbach; m[itte] 5.1892; Hauder", ID-Nr. MK-2.135, coll. Oberösterreichische Landessammlung, Linz M. erctella, -Genitalapparat: "Ent. Ret.; TAORMINA; SICILIA; 1.V.1918", LECTOTYPUS von Micropterix uxoria Walsingham, 1919, ID-Nr. MK-2.240, coll. Natural History Museum, London (British Museum of Natural History) M. corcyrella, -Genitalapparat, AP-Nr. 495, M.Kurz: "MACEDONIA, Matka; Treska Schl.[ucht]; IV.1959; J.Klimesch", ID-Nr. MK-2.218, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München
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M. aruncella, -Genitalapparat, AP-Nr. 270, M.Kurz: "Gaisberg; 1280 m; 12.VIII.1965; Salzburg; Austria; leg. Fr. Mairhuber", ID-Nr. MK-2.193, coll. Haus der Natur, Salzburg M. erctella, -Genitalapparat, AP-Nr. 522, M.Kurz: "Sicilia s. Cefalù; 22.4.1982; J.Klimesch", ID-Nr. MK-2.233, coll. Zoologische Sammlung des Bayerischen Staates, München    
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Die Art ist sehr ähnlich den italienischen Arten Micropterix erctella Walsingham, 1919, Micropterix italica Heath, 1981 und Micropterix renatae Kurz, Kurz & Zeller, 1997, sowie der mittelitalienischen Form von Micropterix aruncella (Scopoli, 1763), unterscheidet sich aber durch das Fehlen einer purpurnen Bestäubung an der Flügelbasis, bzw. durch das Fehlen eines kleinen Costalflecks bei 2/3. Mit Ausnahme von aruncella kommt keine der anderen Arten im Verbreitungsgebiet von corcyrella vor.

Die ssp. cephaloniensis besitzt sogar denselben Geschlechtsdimorphismus wie arunella. An Hand der Genitalstrukturen der Männchen und Weibchen kann corcyrella aber eindeutig erkannt werden.

Wissenswertes:

Quellen:

Heath, J. (1965 b): Ergebnisse der Albanien-Expedition 1961 des Deutschen Entomologischen Institutes, 33. Beitrag, Lepidoptera: Micropterigidae; Beitr. Ent. 15, p. 641 - 647
Walsingham, Lord (1919): New species of Aristotelia and Micropteryx; Ent. Rec. J. Var. 31, p.10 - 12

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2000.12.07
Kurz Michael: 2006.02.26
Kurz Michael: 2009.05.11
nicht begutachtet

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