N A T U R K U N D L I C H E S I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Micropterix fenestrellensis Heath & Kaltenbach, 1984

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Micropteryx fenestrellensis Heath & Kaltenbach, 1984; Ent. Gaz. 35 p.22-23, figs. 3, 4
Typenfundort: Italien, Piemont, Val Chisone, Fenestrelle
Typus: Holotypus : Alpi Cozie, Val Chisone, Fenestrelle, m.1300, leg. G. DELLA BEFFA, agosto 1923 (Genitaluntersuchung Th. Kaltenbach GU 204); coll. Museo Civico di Storia Naturale, Verona

Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
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Habitus:

   
: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1600 m, 2002.07.25, leg. Renate Hausenblas und Christof Zeller, coll. Christof Zeller : Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1500 m, 2002.07.26, leg. Renate Hausenblas und Christof Zeller, coll. Christof Zeller    
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
   

Schema der Flügelzeichnung:

Beschreibung:
(untersucht: 1 , 5 )

Vfl.-Länge: 3,3 mm; 3,0 - 3,2 mm
Spannweite: 7,1 mm; 6,5 - 6,7 mm
Kopf schwarzbraun, Kopfhaare schwarz; Fühler beim ca. 3/4, beim 2/3, dunkelbraun, mit schwachem, kupfrigem Glanz.
Thorax vorne bronzegolden, caudal purpurn bis purpurviolett; Tegulae purpurviolett; Vfl. bronzegolden bis rötlich bronzegolden, an der Basis der Costa purpurn, manchmal entlang der Costa weiter nach außen rötlich, mit silberweißer Zeichnung: Bei fast 1/4 ein rundlicher bis länglicher Querfleck, weder die Costa, noch den Innenrand erreichend; bei 1/2 eine leicht nach außen gebogene, eher schmale Binde über die gesamte Flügelbreite; bei 3/4 ein größerer, rundlicher Fleck über fast die halbe Flügelbreite nahe der Costa, diese aber nicht berührend; Fransen kupfrig bronzegolden, außen heller; Hfl. bronzegolden, vor allem apikal mit purpurnem Schimmer; Fransen ebenfalls kupfrig, außen heller; Beine dunkelbraun, goldglänzend.
Abdomen ebenfalls braun, goldglänzend.

Verbreitung:

Bisher nur bekannt vom Typenfundort (Fenestrelle, Piemonte, Italia, 1300-1600 m) und aus dem französisch - italienischen Grenzgebiet südlich Cuneo (Piemonte) vom Monte Tanarello (Briga (fr.)) auf 2000m.

Lebensweise:

Die Tiere flogen gemeinsam mit Micropterix trifasciella in einer Hochstaudenflur um Gebüsch.

Entwicklungsstadien:

Die ersten Stände sind unbekannt.

Anatomie:

-Genitalapparat (Uncus abgebrochen !), Präp.-Nr. 785 Michael Kurz: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1600 m, 2002.07.25, leg. Renate Hausenblas, Christof Zeller, coll. Christof Zeller -Genitalapparat, Präp.-Nr. 817, Kalilaugenpräparat, M.Kurz: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1500 m, 2002.07.26, leg. Hausenblas/Zeller, coll. Christof Zeller -Genitalapparat, Präp.-Nr. 817, M.Kurz: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1500 m, 2002.07.26, leg. Hausenblas/Zeller, coll. Christof Zeller -Genitalapparat, Receptaculum seminis in stärkerer Vergrößerung, Präp.-Nr. 817, M.Kurz: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1500 m, 2002.07.26, leg. Hausenblas/Zeller, coll. Christof Zeller
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
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(untersucht: 1 , 1 )

:
Cuticula:
2. Segment gattungstypisch; Tergite 3 - 8 mit modifizierten kopfwärtigen Rändern; Tergite 6 (sehr schwach), 7 und 8 mit einer stärker chitinisierten Querleiste nahe der Mitte; 8.Tergit etwas reduziert, etwas schmäler als die übrigen, in der Mitte etwas verjüngt; Sternite 3 - 5 (6 sehr schwach) ebenfalls mit einer chitinisierten Querleiste, diese aber sehr fein und nahe dem caudalen Rand; 8. Sternit zu zwei winzigen, länglichen Chitinplättchen reduziert.
Genitalapparat:
Uncus mäßig lang, vorne keulenförmig abgerundet; Tegumen nach vorne ansatzlos in die breit trapezförmigen akzessorischen Klammerorgane übergehend; diese an ihrem Vorderrand an der Spitze mit einer Gruppe kurzer, feiner, gebogener Stacheln, entlang des Vorderrandes mit einer Reihe aus 5 längeren, feinen Stacheln, von denen die hintersten 1 - 2 Stacheln deutlich abgesetzt sind; am Ende dieser Reihe nochmals eine Gruppe aus wenigen kurzen, feinen, gebogenen Stacheln; Valven mäßig lang, etwas gedrungen, in der Mitte verjüngt, am Ende spatelförmig verbreitert; Valven an der Innenseite postbasal mit zwei längeren, feinen, geraden Stacheln, in der Mitte mit einem sehr kurzen Stacheln und am Ende mit 2 - 3 Reihen kurzer, gerader Satcheln und einigen langen Borsten; Aedoeagus gattungstypisch.

:
Cuticula:
2. Segment gattungstypisch; Tergite und Sternite 3 - 8 mit leicht fransigen Seitenrändern, ohne Sonderbildungen, Sternite 3 – 6 mit einer stärker chitinisierten Querleiste am caudalen Rand; Tergit 9 fehlend, 9. Sternit zu zwei sehr characteristischen länglichen Chitinplättchen reduziert, die ventral schmal verbunden sind.
Genitalapparat:
Analpapillen bandförmig sklerotisiert, cephal etwas ausgebaucht; Receptaculum seminis sehr lang und schlank, untere Hälfte erweitert, mit gattungstypischer Querstreifung.

Diagnose:

M. fenestrellensis : Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1600 m, 2002.07.25, leg. Renate Hausenblas und Christof Zeller, coll. Christof Zeller M. aruncella : Italien, Friaul, Tarvis Umgebung, Cave del Predil, 900 m, 1996.06.15, coll. Michael Kurz M. fenestrellensis, -Genitalapparat (Uncus abgebrochen !), Präp.-Nr. 785, M. Kurz: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1600 m, 2002.07.25, leg. Renate Hausenblas, Christof Zeller, coll. Christof Zeller M. aruncella, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 780 M.Kurz: Vorarlberg, Bregenzer Wald, Mellau Umgebung, Weg auf die Hangspitze, 2004.08.07, coll. Michael Kurz
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M. fenestrellensis, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 817, M.Kurz: Piemonte, Val Chisone, Fenestrelle, 1500 m, 2002.07.26, leg. Hausenblas/Zeller, coll. Christof Zeller M. aruncella, -Genitalapparat, Präp.-Nr. 809, M.Kurz: Slowenien, Karst, Wippachtal, Nanos, 600 m, 1998.05.25, leg. Helmut Deutsch, coll. Michael Kurz    
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
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Die einzige ähnliche Art im Verbreitungsgebiet von Micropterix fenestrellensis Heath & Kaltenbach, 1984 ist Micropterix aruncella. Bei dieser ist aber im Allgemeinen die Grundfarbe weniger rötlich, bei den sind die silbernen Zeichnungselemente schmäler und weniger deutlich und die sind überhaupt zeichnungslos.

Im -Genitalapparat ist fenestrellensis mit keiner anderen Art zu verwechseln, und auch das 9. Sternit im weiblichen Abdomen ist sehr charakteristisch.

Wissenswertes:

Quellen:

Heath, J. & Th. Kaltenbach (1984): New species of Micropterix Hübner (Lepidoptera: Zeugloptera: Micropterigidae) from Italy and Yugoslavia; Ent. Gaz. 35, p. 21 - 23

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2004.10.03
Kurz Michael: 2006.04.18
nicht begutachtet

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