N A T U R K U N D L I C H E S I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Micropterix vulturensis Heath, 1981

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Micropterix vulturensis Heath, 1981: Ent.Gaz. 32, p.228 - 229, fig. 5, 6
Typenfundort: Italien, Lukanien, Monte Vulture
Typus: Holotypus : Italien, Lukanien, Mte. Vulture, Laghi di Monticchio, 750 m, 1.V.1967 (F.Hartig), (Genitaluntersuchung J.Heath No. 395); in coll BMNH, London

Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
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Habitus:

   
: Abruzzo, Gran Sasso d´Italia, Campo Imperatore, Vado di Sole, 1993.05.24, leg. Hausenblas, Zeller, Kurz, ID MK-2.337, coll. Kurz : Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maieletta, 2000 m, 1992.07.15, ID MK-2.297, coll. Kurz    
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
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Beschreibung:
(untersucht: 9 , 9 )
Vfl.-Länge: 3,5 - 4,2 mm; 4,2 - 5,0 mm
Spannweite: 7,1 - 8,4 mm; 8,7 - 10,1 mm

Kopf schwarzbraun, Kopfhaare schmutziggelb bis rostgelb; Fühler dunkelbraun, golden glänzend, beim 3/4, beim knapp über 1/2;
Thorax bronzegolden, caudal rötlich; Tegulae kupfrig bis purpurn, caudal zum Teil bläulich; Vfl. braungolden bis purpurviolett, Innenrand bis zur Flügelmitte breit bronzegolden, an der Basis mit einem großen Bereich in der Grundfarbe; Apex (mit Ausnahme der Flügelspitze) und Außenrand bronzegolden (zum Teil nicht ganz vollständig); die übrige Zeichnung weißlichgolden bis golden, fein bronzegolden begrenzt: bei knapp 1/4 eine leicht schräge, gerade Binde von der Costa bis zum Goldstreifen am Innenrand (an der Costa zum Teil verschmälert oder diese nicht ganz erreichend); eine gleich breite, zum Teil nach außen gebogene, zum Teil in der Mitte verschmälerte, schräg verlaufende Binde bei ca. 1/2 über die gesamte Flügelbreite; bei 3/5 ein kleiner Costalfleck; bei ca. 3/4 ein gegenüber den Binden etwas breiterer, rechteck- bis nierenförmiger Fleck von der Costa gegen die Flügelmitte ziehend, dorsal den goldenen Außenrand oft erreichend; Fransen bronzegolden, basal purpurn, außen hellgolden; Hfl. bronzegolden, mehr oder weniger stark kupfrig bis purpurn getönt (vor allem apikal) mit gleichfarbigen, außen helleren Fransen; Beine und Abdomen braun, goldglänzend.

Variabilität:
Der Goldstreifen am Innenrand kann gelegentlich reduziert sein. Der kleine Costalfleck bei 3/5 kann auch mit der Mittelbinde verbunden sein. Wie bei den verwandten Arten sind die durchschnittlich stärker purpurn getönt mit geringfügig schmäleren Binden. Tiere aus den höchsten Lagen (la Maielletta, 2000 m) sind durchschnittlich etwas kleiner.

Verbreitung:

Bis vor kurzem war nur der Holotypus aus Italien: Lukanien (Mte. Vulture) bekannt. Die Art scheint aber im mittleren und südlichen Apennin verbreitet zu sein. Die untersuchten Tiere stammen aus den italienischen Regionen Marche und Abruzzo aus Höhenlagen von 700 - 2000 m.

Lebensweise:

 
Der Lebensraum im Latschen-Krummholz: Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maieletta, 1930 m, 2005.07.05 Die erste jemals gemachte Lebendaufnahme der Art: : Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maielletta Umgebung, 2005.07.05 Dasselbe Tier: Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maielletta Umgebung, 2005.07.05  
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
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Die Art bewohnt lichte, trockene, felsdurchsetzte Buchenmischwälder. Hier fliegt sie oft an sonnigen Waldrändern, aber auch zwischen Brombeergestrüpp und an grasigen Stellen im Wald, an denen auch Wacholderbüsche wachsen. In diesen Biotopen kommt sie oft syntop mit Micropterix rothenbachii Frey, 1856 vor. Im Gebirge erreicht vulturensis Höhen bis 2000 m (Montagna della Maiella), wo sie meist einzeln, teils in kleinen Gruppen in vollem Sonnenschein um die Mittagszeit um blühende Latschenkiefern schwärmte oder auf den männlichen Blüten saß, von deren Pollen sie sich vermutlich ernährt.

Entwicklungsstadien:

Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.

Anatomie:

   
-Genitalapparat, Präparat-Nr. 550, M.Kurz: Italien, Abruzzo, Montagna della Maiella, la Maielletta, 1992.07.15, coll. Michael Kurz -Genitalapparat, Präparat-Nr. 652, M.Kurz: Italien, Marche, Pescara westlich Ascoli Piceno, 1993.05.19, leg. Hausenblas/Zeller/Kurz, coll. Michael Kurz    
Bild von: Michael Kurz
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Diagnose:

M. schaefferi, -Genitalapparat, AP-Nr. 255, M.Kurz: "Kasern, Fasanhügel; 15.5.1972; Salzburg Austria; leg. Fritz Mairhuber", ID-Nr. MK-2.49, coll. Haus der Natur, Salzburg M. facetella, -Genitalapparat, AP-Nr. 685, M.Kurz: "YU; Dalmatien, St. Sibenik; Straße E27 - leg. R.Sutter; 50 m, 11.4.1990", ID-Nr. MK-2.437, coll. Sutter M. schaefferi, -Genitalapparat, AP-Nr. 361, M.Kurz: "Roding; 26.04.1987; NELWEK", ID-Nr. MK-2.95, coll. Kurz M. facetella, -Genitalapparat, AP-Nr. 315, M.Kurz: "M.pistaciel[la]; Gravosa; April, Krone", ID-Nr. MK-2.100, coll. Oberösterreichische Landessammlung, Linz
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Von Micropterix schaefferi Heath, 1975 ist vulturensis habituell nicht mit Sicherheit zu unterscheiden. Nach bisheriger Kenntnis ist aber kein sympatrisches Auftreten beider Arten bekannt. Auch ist vulturensis im Durchschnitt etwas kleiner als schaefferi. Ebenfalls im Verbreitungsgebiet von vulturensis nicht vorkommend ist Micropterix facetella Zeller, 1851, während die habituell nicht unterscheidbare Micropterix zangheriella Heath, 1963 in Mittelitalien möglicherweise gemeinsam mit vulturensis vorkommen könnte. Alle Arten sind aber durch Genitaluntersuchung leicht voneinander zu unterscheiden (zumindest die ).

Wissenswertes:

Quellen:

Heath, J. (1981 b): Three new species of Micropterix Huebner (Lepidoptera, Zeugloptera: Micropterigidae) from Italy; Ent.Gaz. 32, p. 225 - 229

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2001.05.31
Kurz Michael: 2006.01.14
nicht begutachtet

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