N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Colias chrysotheme (Esper, 1781)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio chrysotheme Esper, 1781
Typenfundort: Slowakei, Cremnitz
Lesser Clouded Yellow
L´Orangé
Hellorangegrüner Heufalter

Habitus:

C. chrysotheme chrysotheme : Ungarn C. chrysotheme chrysotheme : Ungarn C. chrysotheme elena : Russland, Altai C. chrysotheme audre : Russland, Transbaikal
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C. chrysotheme chrysotheme : Ungarn C. chrysotheme chrysotheme : Ungarn C. chrysotheme audre : Russland, Transbaikal  
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Variabilität:
Die sind wie üblich ein wenig größer als die und besitzen gelbe Submarginalflecke in den dunklen Saumbinden. Weißliche Formen sind sehr selten.

Verbreitung:

Die Art ist in kleinen, weit zerstreuten Populationen von Osteuropa (Tschechien, Slowakei, Ostösterreich, Ungarn) in einem schmalen Streifen (50 - 57° Nord) über Mittel- und Ostasien bis Nordost-China verbreitet. Die Vertikalverbreitung reicht von 100 bis gegen 1000 m Höhe.

Lebensweise:

     
Ungarn, Pest, Soskut, 2013.09.07      
Bild von: www.flickr.com: © Gór Ádám
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Colias chrysotheme (Esper, 1781) ist eine ausgesprochene Steppenart. Dementsprechend sind ihre Lebensräume blütenreiche, teils mit Sträuchern durchsetzte Trocken- und Steppenrasen. Die Flugzeit erstreckt sich in 2 - 3 Generationen von Ende April bis Ende Oktober.

Entwicklungsstadien:

Ei:
Das Ei ist zylindrisch mit konischer Spitze. Es ist nach der Ablage weißlich und wird später gelb.

Raupe:
Erwachsen ist die Raupe grün mit weißem Seitenstreifen, der in der Mitte rot geteilt ist. Als Futterpflanzen werden Vicia hirsuta und Astragalus austriacus angegeben. Es ist anzunehmen, dass in den asiatischen Steppen noch weitere Astragalus-Arten als Futterpflanzen genutzt werden. Die Raupe der Herbstgeneration überwintert nach der 2. Häutung.

Puppe:
Die Puppe ist grüngelb mit dunkler Punktierung.

Diagnose:

Colias chrysotheme (Esper, 1781) ist die kleinste der drei mitteleuropäischen, orangen Colias-Arten. Bei den von Colias crocea (Geoffrey in Fourcroy, 1785) ist die dunkle Saumbinde innen deutlicher geeckt, bei jenen von Colias mymidone (Esper, 1781) ist diese Saumbinde am Vfl. nicht von hellen Adern durchschnitten. Die Costa der Hfl.-Oberseite weist bei chrysotheme zudem im Gegenatz zu den beiden anderen Arten keinen Duftschuppenfleck auf. Die von chrysotheme sind am besten am grünlichen Vorderrand der Vfl.-Oberseite von den beiden genannten Arten zu unterscheiden. Im übrigen ist crocea die einzige der drei Arten, die regelmäßig und häufig auch außerhalb der steppenartigen Lebensräume anzutreffen ist.

Im -Genitalapparat besitzt chrysotheme wie crocea einen deutlich ausgebauchten Vorderrand der Valve.

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, Tagfalter, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2006.02.01
Kurz Michael: 2011.10.07
Kurz Michael: 2011.10.12
Kurz Michael: 2014.08.29
Kurz Michael: 2016.07.14
Kurz Michael: 2016.12.22
nicht begutachtet