N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Colias myrmidone (Esper, 1781)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio myrmidone Esper, 1781
Typenfundort: Ungarn, Turnau
Danube Clouded Yellow
Orangeroter Heufalter

Habitus:

: ohne Daten : Zentralrussland : Europäisches Russland : zentrales Russland
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: Europäisches Russland : zentrales Russland : zentrales Russland Unterseite: ohne Daten
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Variabilität:
Die tragen zitronengelbe Submarginalflecke in der dunklen Randbinde. Bei der f.alba Staudinger sind die Grundfarbe und die erwähnten Flecke weiß mit schwach grünem Schimmer.

Verbreitung:

Die Verbreitung erstreckt sich von SO-Deutschland über Tschechien, Slokwakei, Ostösterreich bis Polen und die südlichen Gebiete der Baltischen Staaten im Nordosten, sowie über das Flußsystem der Donau, die Ukraine, das Wolgagebiet, sowie Mittel- und Südural bis Nordwest-Kasachstan im Osten und Südosten. Das Verbreitungsgebiet ist stark zersplittert, die Art tritt immer nur sehr lokal auf. Die Vertikalverbreitung reicht nur von 100 - 500 m Höhe.

Lebensweise:

     
ohne Daten      
Bild von: wikimedia commons: Tom Nygaard Kristensen (CC-BY 3.0)
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Colias myrmidone (Esper, 1781) ist eine ausgesprochene Steppenart, die in offenem, teils mit Gebüsch bestandenem Gelände fliegt. Sie tritt in zwei Generationen auf, von Ende Mai bis Mitte Juni und von Mitte Juli bis Mitte September.

Entwicklungsstadien:

Ei:
Die Eier werden einzeln auf die Oberseite der Blätter abgelegt. Sie sind lang, spindelförmig und rötlich.

Raupe:
Die Raupe ist grün mit dunklerem Rückenstreifen, weißlicher Seitenlinie und gelben Stigmen. Außerdem ist sie fein schwarz punktiert. Futterpflanzen sind Chamaecytisus ratisbonensis und Chamaecytisus supinus. Die Raupe überwintert.

Puppe:
Die Puppe ist grün mit kleinen dunklen Flecken am Hinterleib und je einem gelben Seitenstreifen.

Diagnose:

   
C. myrmidone : ohne Funddaten C. crocea : Österreich, Salzburg, Thalgau, 1977.08.26    
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Gegenüber Colias crocea (Geoffrey in Fourcroy, 1785) und der kleineren Colias chrysotheme (Esper, 1781) ist die Art im Allgemeinen dunkler orangerot, bei den ist die dunkle Randbinde am Apex des Vfl. nicht von gelben Adern durchschnitten (obwohl oft gelblich überhaucht). Colias aurorina heldreichii Staudinger, 1862 (in Europa allopatrisch) hat ebenfalls einen von gelben Adern durchschnittenen, dunklen Vfl.-Apex und einen pinkfarbenen Schimmer bei den . Die sehr ähnliche, in Europa aber ebenfalls allopatrische Colias caucasica balcanica Rebel, 1903 ist etwas größer und im Farbton noch ein wenig tiefer orangerot. Die von myrmidone sind am ehesten an den deutlich zitronengelben Submarginal-Flecken in der dunklen Saumbinde der Hfl.-Oberseite zu erkennen. Auch ist die Oberseite der Hfl. im Gegensatz zu Colias caucasica balcanica Rebel, 1903 weniger verdunkelt.

Im -Genitalapparat ist myrmidone durch die Form der Valve charakterisiert, welche relativ schmal ist und eine deutliche Einbuchtung am Vorderrand besitzt. Bei den übrigen genannten Arten ist die Valve im basalen Teil deutlich breiter.

Genetik:

Chromosomenzahl (haploid): 30 - 31 (!?, Higgins, 1975)

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, Tagfalter, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2006.02.01
Kurz Michael: 2011.09.16
Kurz Michael: 2011.11.29
Kurz Michael: 2011.12.06
Kurz Michael: 2014.08.28
Kurz Michael: 2019.07.10
nicht begutachtet