N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Colias alfacariensis Berger, 1948

(zoologische Nomenklatur: Synonym, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Colias alfacariensis Ribbe, 1905
Typenfundort: Spanien, Sierra de Alfacar
Synonyme, falsche Schreibweisen, Fehlbestimmungen, etc.:
Colias australis Verity, 1911

Berger´s clouded yellow

Habitus:

   
: Slowenien, Karst, Postojna Umgebung, Pivka, 1979.08.23 : Oberösterreich, Salzkammergut, Mondsee, Keuschen, 1977.09.02, ID-Nr. MK-7.505    
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Variabilität:
Wie bei den verwandten Arten ist das etwas kleiner und intensiver gelb als das grünlichweiße . Selten treten aber auch gelbe auf.

Verbreitung:

Die Art ist durch Süd- und Mitteleuropa über die Türkei bis Südrussland und bis zum Kaukasus verbreitet. Die östlichen Verbereitungsangaben sind aber zum Teil etwas unsicher, auf Grund möglicher Verwechslungen mit Colias hyle (Linné, 1758). Die Art fehlt auf Sardinien, in Nordafrika und Südgriechenland, in Südengland, Nordholland und Norddeutschland tritt sie nur selten als Einwanderer auf. Aber auch in Osteuropa scheint sie weiten Gebieten zu fehlen. Von Meeresniveau steigt alfacariensis im Gebirge bis in eine Höhe von 2100 m auf.

Lebensweise:

Ein beim Nektar saugen an Leontodon hispidus (Linné): Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Sophiensiedlung, 2003.09.04 Salzburg, Thalgau, 1986.08.21 : Salzburg, Osterhorngruppe, Postalm, Weg auf den Labenberg, 2018.09.27 Spanien, Castilla y León, Lorenzana, 2008.09.13
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Auf Grund der Nahrungspflanzen der Raupen kommen als Lebensraum nur trockene, offene, extensiv oder gar nicht bewirtschaftete Habitate, wie Magerwiesen, Trockenrasen, felsdurchsetzte Hangwiesen oder südseitige Dämme in Frage. Notwendig sind auch basische Böden (Kalk). Allerdings wird die Art auf Grund ihres Wanderverhaltens auch außerhalb ihrer angestammten Lebensräume angetroffen.

Die Flugzeit erstreckt sich in 2 - 3 Generationen von April bis Oktober.

Entwicklungsstadien:

Ei:
Das Ei wird einzeln auf die Oberseite der Blätter abgelegt. Es ist zunächst weiß, verfärbt sich aber rasch nach orangerot und wird zum Schluß schwärzlich.

Raupe:
Die Raupe ist grün und besitzt vier gelbe Längslinien (Subdorsal- und Seitenlinien), sowie schwarze Flecken. Sie lebt im Allgemeinen an Hippocrepis comosa Linné, aber auch an Coronilla varia Linné. Sie überwintert als kleine Raupe.

Puppe:
Die Puppe ist grün mit gelben Seitenlinien und deutlichem bläulichem Schimmer.

Diagnose:

C. alfacariensis, : Slowenien, Karst, Postojna Umgebung, Pivka, 1979.08.23, ID-Nr. MK-7.506 C. hyale, : Salzburg, Flachgau, Thalgau, 600 m, 1977.08.05, ID-Nr. MK-7.509 C. alfacariensis, : Oberösterreich, Salzkammergut, Mondsee, Keuschen, 1977.09.02, ID-Nr. MK-7.505 C. hyale, : Salzburg, Flachgau, Thalgau, 600 m, 1976.05.15, ID-Nr. MK-7.510
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Über die Unterschiede zu der äußerst ähnlichen Colias hyale (Linné, 1758) siehe bei dieser. Die dort gegebenen Anmerkungen zu anderen ähnlichen Arten gelten auch für alfacariensis.

Genetik:

Chromosomenzahl (haploid): 31 (Higgins, 1975)

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, Tagfalter, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2001.05.29
Kurz Michael: 2006.02.01
Kurz Michael: 2009.01.01
Kurz Michael: 2018.10.31
nicht begutachtet