N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Satyrium w-album (Knoch, 1782)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Typenfundort: Deutschland, Leipzig
White-letter Hairstreak
Le W-blanc
Ulmenzipfelfalter
Tecla W-bianco
W-blanca

Habitus:

Variabilität:
Die besitzen auf der Vfl.-Oberseite am Vorderrand der Zelle nahe dem Diskus einen schmalen, helleren Duftschuppenfleck.

Verbreitung:

Die Art ist von Mittel- und Südeuropa (mit Ausnahme des größten Teils der Iberischen Halbinsel und des Tyrrhenischen Archipels) über die Türkei und Osteuropa, sowie Ural und Kasachstan bis Japan verbreitet. Die Vertikalverbreitung reicht von 100 - 1300 m Höhe.

Lebensweise:

Steiermark, Grazer Bucht West, Sausal, St.Nikolai im S. Umg., ID JG0010-1-1,94 Steiermark, Grazer Bucht West, Sausal, St.Nikolai im S. Umg., ID JG0010-1-2,30 Steiermark, Grazer Bucht West, Sausal, St.Nikolai im S. Umg., ID JG0010-1-2,31 Steiermark, Grazer Bucht Ost, Grazer Feld, Dillach Graben, 1999.07.08, ID JG0010-7-2,36
Bild von: © Gillmann Johannes
Detailansicht
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Lebensraum sind sonnige Lichtungen und Ränder von Laub- und Mischwäldern und von Auen, aber auch einzelne Baumgruppen an nicht zu trockenen Stellen. Die Art fliegt auch in feuchten, aber sonnigen Schluchtwäldern auf Lichtungen. Die Falter saugen gern an Rubus-Blüten und fliegen in einer Generation von Mitte Juni bis Ende Juli, in Skandinavien bei ungünstigen Bedingungen bis August.

Entwicklungsstadien:

Ei:
Die Eier werden einzeln an die Basis endständiger Blütenknospen und in Astgabeln abgelegt. Das Ei ist halbkugelig, rotbraun mit weißer Netzstruktur.

Raupe:
Die Raupe ist hellgrün und trägt feine Schrägstriche an den Seiten. Die Bauchseite ist hell mit dunkelroten Flecken, der Kopf ist braun. Futterpflanzen sind Ulmus-Arten, besonders Ulmus glabra Hudson. Die Räupchen schlüpfen im März und bohren sich zunächst in die Blütenknospen ein, später fressen sich auch die Blätter. Sie halten sich mit Vorliebe auf der Unterseite der Blätter auf. Sie sind im Mai erwachsen.

Puppe:
Die Verpuppung erfolgt am unteren Teil des Stammes, an der Erde, aber auch an den Blättern mit Hilfe eines feinen Seidengürtels. Die Puppe ist gelbbraun mit dunkleren Flügelscheiden und kurzer, feiner Behaarung.

Diagnose:

Durch die zu einer Binde vereinigten, orangen Saumflecke und die an ein W erinnernde, feine weiße Postdiskalbinde auf der Hfl.-Unterseite ist die Art mit keiner anderen in Europa zu verwechseln.

Wissenswertes:

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Sauer F. (1992): Die schönsten Raupen nach Farbfotos erkannt, Fauna-Verlag, Karlsfeld
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.01.30
Kurz Michael: 2006.02.10
nicht begutachtet