N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Lycaena helle helle ([Denis & Schiffermüller], 1775)

(zoologische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Papilio helle [Denis & Schiffermüller], 1775, Ankündigung eines systematischen Verzeichnisses der Schmetterlinge der Wiener Gegend
Typenfundort: Österreich, Umgebung von Wien
Violet Copper
Le Cuivré de la Bistorte
Blauschillernder Feuerfalter

Habitus:

   
: Ukraine : Russland, Ural    
Bild von: www.ebay.at: © galijotas
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Variabilität:
Ausmaß und Verteilung des roten und violetten Schillers ist starken Schwankungen unterworfen. Die weisen violett schillernde Punkte im Allgemeinen nur im Submarginalbereich der Oberseite, sowie an der Flügelbasis auf, während die ausgedeht violett übergossen sind.

Verbreitung:

Die Art ist nur sehr lokal in weit voneinander getrennten Populationen von den Ostpyrenäen über Mitteleuropa bis Skandinavien und weiter über Westrussland, Mittel- und Südsibirien, die Mongolei und das Transbaikalgebiet bis zum Amur verbreitet. Vertikal reicht ihr Vorkommen von 100 bis über 1800 m.

Lebensweise:

Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,755 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,756 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,758 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,766
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Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,772 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,814 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,775 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,778
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Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,781 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,787 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,789 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,796
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Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,794 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,822 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,837 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2004.06.07, ID JG0010-JG,D00,838
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Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2000.06.02, ID JG0010-JG,11-1,43 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2000.06.02, ID JG0010-JG,11-1,65 Steiermark, Nördliche Voralpen, Umg.Mariazell, Hubertussee Umgebung, 2000.06.02, ID JG0010-JG,11-1,82  
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Lebensraum sind blütenreiche Flachmoore mit Beständen von Persicaria bistorta, besonders in der Nähe von Flüssen und Seen. Die Flugbiotope greifen oft auf Hochmoore mit Zwergstrauchheiden und lichten Moorrandwäldern über. An den eng begrenzten Flugstellen ist die Art oft häufig. Als Flugeit wird Ende Mai bis August in 1 - 2 Generationen angegeben.

Entwicklungsstadien:

Ei:Das Ei wird einzeln an die Unterseite von Blättern abgelegt. Es ist weißlich mit dunklem Scheitel, seine Oberfläche weist unregelmäßige Vertiefungen auf.

Raupe:
Die Raupe ist gestreckt, hellgrün und weist eine dunkle, heller gesäumte Rückenlinie und hellgelbe Seitenlinien auf. Sie ist relativ dicht, fein und kurz behaart und weist auf der Bauchseite einen breiten schwärzlichen Längsstreifen auf. Der Kopf ist gelb. Futterpflanze in Mitteleuropa ist Persicaria bistorta (Linné), in Skandinavien Persicaria vivipara (Linné). Angeblich sollen auch Rumex-Arten als Futterpflanze dienen. Junge Raupen verursachen Schabefraß an der Blattunterseite, wobei sie ein auffälliges Muster erzeugen.

Pupp:
Die Puppe überwintert. Sie ist gelbbraun, am Rücken schwarz punktiert und weist schwarze Striche auf den Flügelscheiden auf. Auf dem Rücken des Hinterleibs ist sie schmutzigweiß aufgehellt.

Diagnose:

Beachtet man die Größe, die abwechslungsreiche Zeichnung und den violetten Schiller, ist die Art in Europa unverwechselbar.

Genetik:

Chromosomenzahl (haploid): 24 (Higgins, 1975)

Wissenswertes:

Die Lebensräume der Art sind durch Entwässerung einerseits und durch zunehmende Verwaldung andererseits hochgradig bedroht, sodass viele Populationen in ihrem Bestand gefährdet sind.

Quellen:

Forster W. & Th.A. Wohlfahrt (1976): Die Schmetterlinge Mitteleuropas, 2, 2. Auflage, Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart
Higgins, L. (1975): The Classification of European Butterflies, Collins, London
Higgins L.G. & N.D. Riley (1978): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von W. Forster, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Leraut P. (1992): Les papillons dans leur milieu, Bordas
Tolman T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, übersetzt von M. Nuß, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2005.01.31
Kurz Michael: 2006.02.13
Kurz Michael: 2011.09.06
Kurz Michael: 2014.07.09
Kurz Michael: 2016.06.30
Kurz Michael: 2016.10.28
nicht begutachtet