N A T U R K U N D L I C H E S   I N F O R M A T I O N S S Y S T E M

Osterhorngruppe: Von Fuschl zum Eibensee und über Kleiner Kapelle und Ellmautal zurück

Allgemeine Angaben:

Schwierigkeit:
Höhendifferenz: 500 m
Benötigte Zeit: 2 1/2 - 3 Stunden (gesamt)
Zusammenfassung:
Die reizvolle Runde im Osten von Fuschl führt zunächst zum idyllischen Eibensee. Wer nicht denselben Weg zurückgehen möchte, kann auch über das beschauliche Ellmautal nach Fuschl zurückkehren.

Anfahrt:

Auf der Wolfgangsee-Bundesstraße geht es zunächst nach Fuschl. Nach dem Ortsende von Fuschl in Richtung St. Gilgen zweigt etwas unscheinbar bei einer Brücke links der Weg zum Eibensee ab. Hier kann man auch parken.

Tourbeschreibung:

Beschreibung vom 1.5.2005:
Die Abzweigung des Weges von der Wolfgangsee-Bundesstraße kann leicht übersehen werden (Brücke über den Bach nach dem Ortsende von Fuschl). Vom Parkplatz geht es auf einem Forstweg in geringer Steilheit durch Wald und an Felsabbrüchen vorbei zum Wildmoos. Dieses kleine Moor ist rasch durchquert und nach einen weiteren kurzen Steigung erreicht man nach rund 1 Stunde den romantischen kleinen Eibensee, dessen Ufer sich hervorragend für eine kleine Rast eignet. Am See entlang und nach einem kurzen Anstieg erreicht man einen Sattel, von dem aus es mäßig steil und überwiegend im Wald zur Kleiner Kapelle an der Wolfgangsee-Bundesstraße hinunter geht. Man überquert die Straße und folgt einige Meter links der Kapelle der Zufahrt zu einem Bauernhof hinauf. Von dort geht es in gerader Linie weiter bergan, bis man den Rücken des Ellmausteines überquert. Der Beschilderung und einem der Forstwege folgend geht es hinunter ins beschauliche Ellmautal. Die wenig befahrene Straße entlang geht es zurück nach Fuschl und von dort ein Stück längs der Hauptstraße zum Parkplatz.

Pflanzen und Tiere:

Huperzia selago, die Teufelsklaue, sieht aus wie ein großes Moos, gehört aber zu den Bärlappgewächsen Soldanella montana, Berg-Alpenglöckchen Im Frühjahr finden sich viele Erdkröten im Eibensee ein, um hier abzulaichen. Im Gegensatz zum Froschlaich, der in Klumpen abgelegt wird, sind die Eier der Kröten zu langen Schnüren verbunden: Eibensee, 2005.05.01 Wo es Kröten und Frösche gibt, ist auch die Ringelnatter nicht weit. Sie ist leicht an den gelben Flecken hinter dem Kopf zu erkennen: Eibensee, 2005.05.01
Bild von: Michael Kurz
Detailansicht
Bild von: Michael Kurz
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Bild von: Michael Kurz
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Bild von: Michael Kurz
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Micropterix schaefferi, eine hübsch purpurn und golden gezeichnete Urmotte: Kleiner Kapelle, 2005.05.01      
Bild von: Michael Kurz
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Der kalte Eibensee lädt zwar nicht unbedingt zum Baden ein, doch kann man hier im Frühjahr Erdkröten (Bufo bufo) beim Ablaichen beobachten und mit ein wenig Glück schwimmt auch eine Ringelnatter (Natrix natrix) vorbei. In den Wäldern ringsum findet man neben zahlreichen Frühlingsblumen auch die seltene Teufelsklaue (Huperzia selago) oder das Berg-Alpenglöckchen (Soldanella montana). Micropterix schaefferi, eine Urmotte die keinen Rüssel hat und Blütenpollen kaut, ist in den Wäldern dieser Gegend sehr verbreitet.

Einkehr und Unterkunft:

Einkehren kann man am besten in Fuschl am See, im Sommer ist aber auch das Gasthaus im Ellmautal geöffnet.

Autor: Michael Kurz
Publikationsdatum: 2006.01.25
Naturkundliches Informationssystem
Letzte Änderung: 2007.01.05
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