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Notes of the Natural History Society:

Faunistics:
by Kurz Michael, on 2018.12.24
Eine „Invasion“ der Gemeinen Sichelschrecke (Phaneroptera falcata (Poda, 1761)) in einem Garten der Vorstadt von Salzburg (Orthoptera: Tettigoniidae)

Michael Kurz

Zusammenfassung:
Phaneroptera falcata (Poda, 1761), die Gemeine Sichelschrecke, ist eine besonders im Mittelmeerraum verbreitete Langfühlerschrecke, die in den letzten Jahren ihr Verbreitungsgebiet kontinuierlich erweitert hat und im Jahre 2010 erstmals auch in Salzburg festgestellt wurde (Stöhr & Illich 2011). Seither wurde sie mehrfach besonders in der Stadt Salzburg nachgewiesen. Im Jahr 2018 konnte nun festgestellt werden, dass die Art hier auch überwintern und ihre Larvenentwicklung durchmachen kann und, auf Grund einer beobachteten Kopula, auch versucht sich dauerhaft hier zu etablieren.

Ergebnisse:
P. falcata ist eine wärmeliebende Langfühlerschrecke, die in weiten Teilen des Alpenvorlandes und der Nordalpen bisher nicht dauerhaft vorkam. Auf Grund ihrer guten Flugfähigkeit ist sie aber in der Lage, rasch neue Lebensräume zu besiedeln (orthoptera.ch). Ein erster Fund der Gemeinen Sichelschrecke wurde im Jahr 2010 dann auch aus Salzburg aus dem Weidmoos bei Lamprechtshausen bekannt (Stöhr & Illich 2011). Seit 2015 konnte die Art dann jedes Jahr auch zumindest einmal in der Stadt Salzburg nachgewiesen werden, seit 2016 auch im Stadtteil Gnigl in einem kleinen Garten im Siedlungsgebiet. Im Mai 2018 fand der Autor dann in diesem Garten erstmals auch kleine Larven auf den Blüten einer Gartenrose. In der Folge konnten die Larven an dieser Rose regelmäßig beobachtet werden und zwar bis zu 10 Individuen auf einmal. Die Tiere fraßen an den Rosenblättern, später dann auch an den Blättern einer Goji-Beere (Lycium barbarum) und eine zur Absicherung der Bestimmung in Zucht genommene Larve gerne auch an den Blättern des Pfeifenstrauches (Philadelphus coronarius). Zwei Larven wurden überdies auch an blühendem Mädesüß (Filipendula vulmaria) aufgefunden, allerdings ohne Nachweis eines Fraßes an dieser Pflanze. Nach fast zwei Monaten war die in Zucht genommene Larve erwachsen und zu diesem Zeitpunkt wurden an den Abenden im Garten auch weitere erwachsene Tiere nachgewiesen. Am Abend des 31.7.2018, um 19.48 Uhr MEZ, konnte dann auch eine Kopula festgestellt werden, die allerdings nur 1-2 Minuten dauerte (Kurz & Kurz 2018)

Larve von P. falcata auf einer Rosen-Blüte: Salzburg, Stadt Salzburg, Gnigl, 2018.06.30

Nachdem bei P. falcata die Eier überwintern und die Larven erst im Mai schlüpfen (orthoptera.ch), kann davon ausgegangen werden, dass auch die Salzburger Larven aus im Vorjahr abgelegten Eiern hervorgegangen und erst im Mai ausgeschlüpft sind. Der Winter 2017/2018 gehörte zwar zu den wärmsten der letzten Jahrzehnte, doch brachte die letzte Februar-Woche noch einige Eistage mit Rekordkälte, sodass der Mittelwert der Lufttemperatur für Februar in Salzburg (Flughafen) nur bei -2,3 °C lag (zamg.ac.at). Die Eier können kurze Kälteeinbrüche also offenbar gut verkraften und P. falcata kann somit als Bestandteil der Salzburger Fauna betrachtet werden, zumal auch die Funde seit 2015 darauf hinweisen, dass sich die Art hier fortgepflanzt hat und nicht jedes Mal neu zugeflogen ist.

Weibchen von P. falcata unmittelbar nach der Kopula: Salzburg, Stadt Salzburg, Gnigl, 2018.07.31

Literatur:

  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 01 August 2018].
  • Stöhr, O. & I. Illich. 2011. Gemeine Sichelschrecke Phaneroptera falcata (Poda, 1761) – neu für das Bundesland Salzburg. Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 90-94.
  • Seite Phaneroptera falcata auf Orthoptera.ch. URL: http://www.orthoptera.ch [online 01 August 2018]
  • Klima Monitoring Station Salzburg-Flughafen. URL: https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/klima-aktuell/klimamonitoring/?station=6300&param=t&period=period-ymd-2018-02-28&ref=3 [online 01 August 2018).

Michael Kurz
Josef-Waach-Str. 13/1
A-5023 Salzburg
Naturkundliche Gesellschaft

 

Meterology:
by Kurz Michael, on 2018.08.02
Kältewelle im Februar 2018

Michael Kurz

Der Jänner 2018 ging noch als drittwärmster seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte ein. Im Februar kehrte aber der Winter zurück. Überdurchschnittliche Schneefälle und winterliche Temperaturen kennzeichneten diesen Monat, wobei gegen Ende des Monats der Winter mit einer Kältewelle seinen Höhepunkt fand. Ein Adria-Tief schaufelte polare Kaltluft aus dem Nordosten bis weit in den Süden, sodass es selbst in Rom und Barcelona frostige Temperaturen mit Schneefall gab. In Salzburg erreichte die Kältewelle am 27. und 28.2. ihren Höhenpunkt. So wurden am 27.2. am Sonnblick unter -30°C gemessen und am 28.2. hatte es um 8 Uhr früh selbst in der Landeshauptstadt am Flughafen -17,1 °C (ZAMG 2018). Zwei Tage später war der Spuck aber schon wieder vorbei und am 2.3 2018 erreichten die Temperaturen tagsüber schon wieder bis zu 12 °C.

Literatur:
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik 2018. Wetterwerte-Analysen, Salzburg. - URL: https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/wetterwerte-analysen/salzburg [online 2018.02.28].

 

Faunistics:
by Kurz Michael, on 2018.01.31
Antispila petryi Martini, [1899] in Salzburg (Lepidoptera, Heliozelidae)

Michael Kurz

Einleitung:
Bereits 2012 wurden am Alterbach in der Stadt Salzburg, im Stadtteil Gnigl, erste Minen einer Antispila-Art gefunden, die auf Grund ihrer Morphologie und der Nahrungspflanze als zu Antispila petryi Martini, [1899] gehörig bestimmt wurden. Trotz mancher Zweifel wurde dieses Taxon damals aber noch als Synonym von Antispila treitschkiella (Fischer von Röslerstamm, 1843) geführt. Neueste Untersuchungen haben nun aber gezeigt, dass A. petryi eine valide Art ist (Nieukerken et al. 2018), die somit in die Faunenliste für Salzburg aufgenommen werden kann.

Ergebnis:
Antispila petryi wurde von Martini (1899) beschrieben und gegenüber der sehr ähnlichen Antispila treitschkiella (Fischer von Röslerstamm, 1843) sowohl morphologisch als auch phänologisch abgegrenzt. So fliegt A. treitschkiella, zumindest in Salzburg, in zwei Generationen im Jahr und die Raupen minieren Anfang Juli und Ende September ausschließlich an Cornus mas, der Kornellkirsche. Angaben für Cornus sanguinea konnten bisher nicht bestätigt werden. Demgegenüber wurde A. petryi in Salzburg bisher nur einbrütig festgestellt, mit Raupen im Hochsommer (Ende Juli/Anfang August). Im Lepiforum (2018) allerdings werden Raupenfunde auch von Ende September und aus dem Oktober gemeldet. Eine Raupe aus Kroatien (Kurz & Kurz 2018) wiederum, die bereits Anfang Juni ebenfalls an Cornus sanguinea gefunden wurde, könnte ebenfalls zu dieser Art gehören.
Ende August 2012 wurden am Alterbach im Stadtteil Gnigl der Stadt Salzburg erstmals leere Minen an Cornus sanguinea australis gefunden, die auf Grund ihrer Erscheinungszeit und der Nahrungspflanze vorläufig als A. petryi bestimmt wurden. Dieses Taxon galt zu damaligen Zeitpunkt allerdings noch als jüngeres subjektives Synonym von A. treitschkiella. Im Jahr 2015 wurde dann Ende Juli, Anfang August die Suche nach den Raupen durchgeführt. Und tatsächlich konnten am 30.7. und am 1.8.2015 erste Raupen der Art gefunden werden, deren Zucht aber misslang. Gleichzeitig wurden auch bereits leere Minen an Cornus sanguinea australis, vereinzelt aber auch an Cornus sanguinea sanguinea gefunden, die zu dieser Art gezählt werden müssen, da sie sich deutlich von der ebenfalls an dieser Nahrungspflanze lebenden Antispila metallella ([Denis & Schiffermüller], 1775) unterscheiden. Dabei wurden die Minen von A. metallella in Salzburg bisher sowohl an der typischen Cornus sanguinea sanguinea, als auch an Cornus sanguinea hungarica festgestellt. Bei A. metallella ist nicht nur der Ausschnitt für den Blattsack größer, die Mine besitzt auch einen kurzen Anfangsgang, dem einige „Versuchsschlitze“ vorausgehen. Diese fehlen sowohl bei den Minen von A. petryi, als auch bei jenen von A. treitschkiella.
Im Jahr 2018 wurde schließlich von Nieukerken et al. gezeigt, dass es sich bei Antispila petryi und A. treitschkiella um zwei getrennte Arten handelt. Somit kann A. petryi als neue Art in die Salzburger Faunenliste aufgenommen werden.

Mine von A. petryi an Cornus sanguinea australis: Salzburg, Stadt Salzburg, Gnigl, Alterbach, 30.7.2015

Literatur:

  • Antispila petryi. Lepiforum e.V. 2002-2018. Lepiforum: Bestimmung von Schmetterlingen (Lepidoptera) und ihren Präimaginalstadien. http://www.lepiforum.de/cgi-bin/lepiwiki.pl [online 30.Jänner 2018].
  • Martini, W. 1899. Antispila Petryi, nov. spec.. Entomologische Zeitung 59: 398-405.
  • Nieukerken, E.J. van, Lees, D.C., Doorenwerd, C., Koster, S. (J.C.), Bryner, R., Schreurs, A., Timmermans, M.J.T.N. & K. Sattler 2018. Two European Cornus L. feeding leafmining moths, Antispila petryi Martini, 1899, sp. rev. and A. treitschkiella (Fischer von Röslerstamm, 1843) (Lepidoptera, Heliozelidae): an unjustified synonymy and overlooked range expansion. Nota Lepidopterologica 41(1): 39-86.

Michael Kurz
Josef-Waach-Str. 13/1
A-5023 Salzburg
www.nkis.info

 

Faunistics:
by Kurz Michael, on 2016.08.17
Bucculatrix chrysanthemella Rebel, 1896 neu für Österreich

Michael Kurz

Einleitung:
Bucculatrix chrysanthemella ist ein Endemit der Kanarischen Inseln, deren Raupen sich auf Strauchmargeriten entwickeln (Argyranthemum-Arten und Gonospermum fruticosum, siehe Lepiforum 2016). Mit Argyranthemum-Hybriden wurde die Art in den letzten Jahren in mehrere west- und nordeuropäische Länder verschleppt. Erstmals wird nun die Art auch aus Mitteleuropa gemeldet.

Ergebnis:
Am 9.7.2016 leuchtete ich in meinem Garten am Stadtrand von Salzburg, wo ich bereits in den letzten Jahren mehrmals neue Arten für das Bundesland Salzburg feststellen konnte (Embacher, Kurz und Nelwek 2013, Kurz & Embacher 2014a und b, Embacher, Kurz & Nelwek 2015). Dabei fing ich kurz hintereinander zwei Kleinschmetterlinge, die auf Grund der Flügelzeichnung einer Phyllonorycter-Art nicht unähnlich sahen, auf Grund der buschigen Kopfbehaarung und der zu Augendeckeln umgebildeten Fühlerbasis aber eindeutig zur Gattung Bucculatrix gehören mussten. Eine Recherche im Internet (Lepiforum 2016) ergab dann sehr rasch, dass es sich bei den beiden Faltern um die auf den kanarischen Inseln heimische Bucculatrix chrysanthemella Rebel, 1986 handeln musste, die auch bereits in andere Länder West- und Nordeuropas verschleppt worden war, aus Mitteleuropa bisher aber nicht bekannt war. Die Verschleppung erfolgte in allen Fällen mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Argyranthemum-Hybriden (Strauchmargeriten), die zu den Nahrungspflanzen der Raupen gehören. Da im eigenen Garten solche Strauchmargeriten fehlen, müssen die beiden Tiere aus der näheren Nachbarschaft zugeflogen sein.


Falter von Bucculatrix chrysanthemella Rebel, 1896

Literatur:

  • Lepiforum 2016. Bucculatrix chrysanthemella rebel, 1896. URL: http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Bucculatrix_Chrysanthemella [online 2016.08.17].
  • Embacher G., M. A. Kurz & H. Nelwek 2013. 1. Nachtrag zu "Die Schmetterlinge des Landes Salzburg" (Insecta: Lepidoptera). Beiträge zur Entomofaunistik 13: 9-14.
  • Embacher G., M. A. Kurz & H. Nelwek 2015. Dritter Nachtrag zu "Die Schmetterlinge des Landes Salzburg" (Insecta, Lepidoptera). Beiträge zur Entomofaunistik 15: 9-14.
  • Kurz, M. A. & G. Embacher 2014a. 2. Nachtrag zu "Die Schmetterlinge des Landes Salzburg" (Insecta: Lepidoptera). Beiträge zur Entomofaunistik 14: 101-106.
  • Kurz, M. A. & G. Embacher 2014b. European Moth Nights and National Moth Week 2014: Interesting results from Salzburg. Mitteilungen der Naturkundlichen Gesellschaft- URL: http.//www.nksi.info/MitnatGes/ [online 2016.08.17].

    Michael Kurz
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  • Taxonomy:
    by Kurz Michael, on 2016.05.15
    Morphological characters as indicators for a hypothetical arrangement of species in the genus Micropterix Hübner, 1825

    Michael Kurz, Marion Kurz & Hans Christof Zeller

    Abstract:
    During a 25 years study of the genus Micropterix Hübner, 1825, many similarities have been found regarding wing markings and details of male and female genitalia. In order to enhance present DNA-studies, a tentative arrangement of species is proposed based on these characters.

    Introduction:
    In several of his publications, already John Heath has tried to cluster species of Micropterix on the basis of similarities in the male genitalia. On this basis, the authors have investigated more than 60 species out of about 80 of the Palaearctic genus Micropterix by themselves since more than 25 years. In order to provide proper characters for identification of both sexes, wing markings and genitalia have been studied in detail. Many of these characters have been proven to be more or less similar in smaller or greater groups of species. Although several characters, especially wing markings may have evolved independently several times from a common ground plan, it is assumed, that others, especially details of the male genitalia indicate a closer relationship of species. Furthermore, it is assumed, that species with a wide distribution are phylogenetically older than endemites of a small region, especially if several endemites are clustered in a certain region.

    Based on these assumptions, several characters have been selected and attributed as plesiomorphic or apomorphic. Although this is highly speculative, the presented thesis may prove useful for DNA-studies of phylogentic relationship of species within the genus, which have recently been initiated by one of us (Zeller).

    Material and Methods:
    Wings markings have been studied with a 20-fold magnification under a stereo microscope. Genitalia preparations have been performed as described recently (Zeller et al. 2007). In the following tables, the presence or absence of a character has been indicated by a "+" or "-". Where material could not be studied by ourselves, we have tried to decide about the presence or absence of characters on the basis of recently published figures.

    Characters have been clustered in three hierarchical groups: The first group of characters is present in many species, whereas the second group is found only in a smaller number of species. The third group of characters finally has been used for grouping small species complexes, obviously consisting of closely related species. Species have been grouped in the tables in order to reach the highest possible accordance with respect to the selected characters.

    Table of characters used in the study (see also figs. 2 and 3):

    1.1 Female: Tergit 9 reduced to area of setae or complety atrophied
    1.2 Male: Tegumen and vinculum more or less fused
    1.3 Male: Setae on accessory claspers differentiated into 3 groups: upper group, lower row, inner row; upper group or inner row often secondarily reduced

    2.1 Male: additional lobes between uncus and accessory clasper are reduced (same as mansuetella-complex)
    2.2 Male: additional lobes between uncus and accessory clasper are specialized
    2.3 Male: accessory claspers reduced as compared to the lobes below the uncus
    2.4 Male: accessory claspers: Inner row of setae with Y-, T- or sickel shaped setae
    2.5 Male: accessory claspers: Tip of accessory claspers with Y-, T- or sickel shaped setae
    2.6 Male: Valvae elongated (autapomorphism)

    3.1 Male: Accessory claspers strongly reduced, almost completely missing, strongly modified
    3.2 Male: Membranous lobe and/or group of setae below accessory clasper
    3.3 Male: Tegumen stout, posterior margin of tegumen fused with accessory claspers
    3.4 Male: Uncus extremly short
    3.5 Male: Uncus modified: strongly elongated
    3.6 Male: Valvae strongly modified (autapomorphism)
    3.7 Male: Accessory claspers more or less trapezoid, setae directing posterior
    3.8 Male: Lower row of setae of accessory claspers: cephal 4 separate setae (autapomorphism)
    3.9 Male: Lower row of setae of accessory claspers: cephal 1-2 setae clearly separated
    3.10 Male: Accessory claspers very well developed
    3.11 Male: Setae of accessory claspers strongly reduced
    3.12 Male: anterior part of tegumen folded, accessory claspers slightly reduced
    3.13 Female: Receptaculum seminis extremely long (autapomorphism)

    Results:
    Wing markings (Fig 1):
    In the genus Micropterix, wing markings differ not only from species to species, but may be highly variable also within one and the same species. Several species are known, which have marked as well as unmarked forms (e.g. Micropterix aruncella (Scopoli, 1763) or Micropterix paykullella (Fabricius, 1794)). Nevertheless, a common ground plan seems to be evident, consisting of a darker (mostly purple) ground colour with three lighter (golden or silvery) transverse fasciae. Additional and therefore probably derived characters in the wing markings are the presence of golden colouration along the inner and outer margins and a small costal spot at about 3/5 of the forewing length, although these characters are already found in some species, which are otherwise assumed to be close to the basis.


    Fig. 1: Ground plan of wing markings in the genus Micropterix Hübner, 1825

    Female genitalia (Fig 2):
    Female genitalia provide only very poor characters, even for identification purposes (Zeller et al. 2007). With one known exception (Micropterix mansuetella Zeller, 1844), tergite IX in the female abdomen is completely atrophied. It is therefore assumed, that M. mansuetella is one of the most primitive members of the genus. The only other character of the female genitalia that seems to be useful, is the extremely elongated receptaculum seminis, which has been found in two members of an obviously well defined group with respect to the male genitalia. This is Micropterix klimeschi Heath, 1973 and its relatives.


    Fig. 2: Scheme of female genitalia

    Male genitalia (Fig. 3):
    The male genitalia of Micropterix species provide several characters, which are probably apomorphies of certain species groups. All these characters are absent in M. mansuetella and supposedly related species. Among them are the presence and secondary loss of an additional lobe between accessory claspers and uncus, the presence of an additional lobe between accessory claspers and valves, the presence of up to three groups of modified, thickened, Y- or T-shaped setae on the accessory claspers and the form of the valvae. Minor characters are the direction of spinoid seate on the accessory claspers (distally or ventrally directed) and the grouping of these setae (1-2 setae proximally offset).


    Fig. 3: Scheme of male genitalia

    Geographical distribution:
    M. mansuetella is distributed throughout a large portion of Europe, in accordance with our assumption, that more primitive species(-groups) should have a wider distribution. Based on the same assumption, the following species should be closer to the basis within their groups than others: Micropterix aureatella (Scopoli, 1763) and Micropteric aruncella (Scopoli, 1763) in group 2 and the Micropterix klimeschi (Heath, 1973)-complex or Micropterix tunbergella (Fabricius, 1787) in group 3.

    Arrangement of species:
    In a first step, three big groups have been recognized (tab. groups). Nearly all species could have been attributed to one of these three groups without force, only in some cases published drawings of the male genitalia are to inaccurate to enable proper placement. The proposed most primitive group lacks derived features like groups of modified setae on the accessory claspers or additional lobes between uncus and accessory claspers or between accessory claspers and valves, whereas the largest and probably most derived one shows all these features or a secondary reduction or even loss of them.

    In a second step, a refined arrangement has been tried, using minor characters in order to break down the larger groups into smaller units (tab. complexes). The sequence of these species-complexes within a group is highly speculative, although the complexes itself mostly seem to form natural units.

    Dataset: Table of characters

    Literature:
    C. Zeller-Lukashort, M.E. Kurz, D.C. Lees & M.A. Kurz 2007. A review of Micropterix Hübner, 1825 from northern and central Europe (Micropterigidae), Nota lepidopterologica 30 (2): 235 - 298.

    Michael Kurz: Josef-Waach-Strasse, 13/1, A-5020 Salzburg, Austria; email: michael.kurz@gmx.at.
    Marion Kurz: Sportplatzstraße 23, A-5303 Thalgau, Austria; email: marion.kurz@gmx.at.
    Christof Zeller: Forsthubfeld 14, A-5303 Thalgau, Austria; email: christof.zeller@gmx.net