Asphodelus Linné, 1753

(botanische Nomenklatur: gültiger Name, verfügbar)

Allgemeine Angaben:

Asphodelus Linne, 1753.

Verbreitung:

Bedeutung für den Menschen:

In der griechischen Mythologie wandeln die Schatten der Toten auf Affodil-Wiesen. So liest man bei Homer in der Odyssee "Da reckte sich auf des Achilleus Schatten und schritt mächtigen Ganges hinab zur Asphodelos-Wiese" (IX, 539, 540) oder "Und an des Helios Toren vorbei und am Reich der Träume zogen sie, kamen hinab dann bald zur Asphodelos-Wiese, wo sie wohnten, die Seelen, die Schattengebilde der Müden" (XXIV, 12-14). Der Affodil war in der römischen Mythologie der Proserpina geweiht und wurde oft auf Gräbern gepflanzt. Er spielt aber auch in der Volksmedizin eine Rolle. Bereits Dioskurides meinte, Asphodelos treibe den Urin, befördere die Menstruation und heile Husten, Gicht und Seitenstechen. Der Genuss der Wurzel solle außerdem unempfindlich gegen Liebesgenüsse machen (Schöpf, 1986).

Wissenswertes:

Quellen:

Linné, C.v. 1753. Species plantarum, exhibentes plantas rite cognitas, ad genera relatas, cum differentiis specificis, nominibus trivialibus, synonymis selectis, locis natalibus, secundum systema sexuale digestas. Verlag L. Salvius, Stockholm.
Schöpf H. 1986. Zauberkräuter. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz. Lizenzausgabe 1992 durch VMA-Verlag, Wiesbaden, 175 pp.

Publikationsdaten:

Historie:
Kurz Michael: 2018.04.16
nicht begutachtet

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